Würzburg (POW) Im Bistum Würzburg haben am Sonntag, 1. März, rund 547.000 wahlberechtigte Katholikinnen und Katholiken über 14 Jahre neue Pfarrgemeinderäte gewählt. Nach dem bisherigen Auszählungsstand von knapp der Hälfte der Rückmeldungen liegt die Wahlbeteiligung bei 18,7 Prozent, teilte Florian Liebler, Geschäftsführer des Diözesanrats der Katholiken im Bistum, am Montag, 2. März, mit.
Insgesamt wurde in 121 Gemeinden und Pfarreiengemeinschaften (47,6 Prozent) per allgemeiner Briefwahl abgestimmt, in 100 Gemeinden (39,4 Prozent) fanden Versammlungswahlen statt, und in 33 Gemeinden (13 Prozent) waren Wahllokale geöffnet. Erfahrungsgemäß falle die Beteiligung bei Versammlungswahlen besonders niedrig aus, heißt es.
Unter den bisher Gewählten sind 1215 Frauen (71 Prozent) und 495 Männer (29 Prozent). Rund ein Drittel (32 Prozent) der Mitglieder ist erstmals in den Gremien vertreten. Eine Persönlichkeitswahl war in vielen Gemeinden nötig, weil es ebenso viele oder weniger Kandidierende als zu vergebende Sitze gab.
Die höchste Wahlbeteiligung erreichten die Filiale Unbeflecktes Herz Mariä Junkershausen (72,41 Prozent), die Pfarrei Sankt Nikolaus in Kleinwenkheim (69,04 Prozent) und die Kuratie Sankt Antonius in Oberweißenbrunn (66,46 Prozent). In Sankt Sebastian Unterspiesheim und in Sankt Bonifatius Rannungen ist der neue Pfarrgemeinderat komplett neu besetzt. Auffällig viele junge Mitglieder hat das Gemeindeteam in Maria vom Berge Karmel Urspringen (Pastoraler Raum Marktheidenfeld), wo fünf Personen unter 25 Jahre alt sind.
In der Pfarrei Corpus Domini in Mömlingen wurden mit acht Männern und vier Frauen deutlich mehr Männer gewählt, während im Gemeindeteam Sankt Antonius Obererthal (Pfarreiengemeinschaft Sieben Sterne, Hammelburger Land) ausschließlich Frauen in das Gremium kamen.

