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Pfarrgemeinderäte

Ausgabe Gemeinde creativ Mai - Juni 2026
Die neue Ausgabe von Gemeinde creativ widmet sich ganz dem Aufbruch nach den Pfarrgemeinderatswahlen: Was brauchen frisch gewählte Gremien für einen guten Start? Wie gelingt synodale Zusammenarbeit in Zeiten des Wandels? Und warum sind Öffentlichkeitsarbeit, Vielfalt und klare Prioritäten heute wichtiger denn je? Impulse, Hintergründe und praktische Tipps in der neuen Ausgabe von Gemeinde creativ ab dem 5. Mai unter www.gemeinde-creativ.de.

Es gibt diesen Moment in jeder längeren Gremiensitzung: Jemand steht auf, geht wortlos zum Fenster – und öffnet es. Ein kollektives Aufatmen, ein bisschen frische Luft, ein neuer Blick nach draußen. Plötzlich wirkt der Raum leichter, die Köpfe klarer, die Stimmung freundlicher. Genau so fühlt sich die Zeit nach den Pfarrgemeinderatswahlen an. Ein Fenster steht offen. Nicht weit, aber weit genug, dass frischer Wind hereinkommt und zeigt: Da geht was. Da bewegt sich etwas. Da beginnt etwas Neues. Trotz Krisen, Schlagzeilen und Strukturdebatten gibt es sie weiterhin – die vielen Frauen und Männer, die sagen: „Ich mach mit.“ Allein das ist ein kleines Wunder und verdient ein großes Dankeschön.

Pfarrgemeinderäte sind längst keine Orte mehr, an denen man nur über Kuchenrezepte fürs Pfarrfest oder die Sitzordnung beim Seniorennachmittag berät. Sie sind Räume, in denen sich die Vielfalt der Kirche zeigt: Menschen mit Charismen, Kompetenzen, Ecken und Kanten. Menschen, die bereit sind, Neues zu denken, Altes loszulassen und – wenn es sein muss – auch mal eine Weile Wasserkrüge zu schleppen, bevor auf der Hochzeit der neue Wein eingeschenkt werden kann. Wer Verantwortung übernimmt, tut das nicht, um „abzunicken“, sondern um mitzugestalten. Und ja, das bedeutet auch Konflikte auszuhalten. Aber es bedeutet ebenso Freiheit: Prioritäten setzen, statt auf allen Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen.

Gleichzeitig erinnert der Blick auf die konstituierende Phase daran, wie viel vom Anfang abhängt. Ein neuer Pfarrgemeinderat ist kein Selbstläufer, sondern ein zartes Pflänzchen, das Zeit, Aufmerksamkeit und ehrliche Gespräche braucht. Wer Erwartungen ausspricht, Stärken teilt und sich gegenseitig zuhört, legt den Grundstein für ein Team, das mehr kann als Tagesordnungen abarbeiten.

All diesen Perspektiven gemeinsam ist ein leiser, aber entschiedener Optimismus: Kirche vor Ort lebt – solange Menschen Verantwortung übernehmen, miteinander reden, sich nicht entmutigen lassen und den Blick auf das richten, was wirklich zählt. Dafür ein herzliches Vergelt’s Gott. Und den frisch Gewählten: viel Mut, Humor und die nötige Portion Gelassenheit. Denn wo der Wein knapp wird, kann ja bekanntlich trotzdem noch ein Fest beginnen und vielleicht ein Brautstrauß fliegen.

Gemeinde creativ ist eine Zeitschrift des Landeskomitees der Katholiken in Bayern und erscheint sechsmal jährlich. Das Magazin für engagierte Katholiken richtet sich vorwiegend an die Ehrenamtlichen in den Pfarrgemeinden, an die Räte und Verbände, und an alle, die an einer lebendigen Kirche Interesse haben und sich dafür einsetzen. Bei Interesse an einem kostenfreien Printabonnement wenden Sie sich gerne an gemeinde-creativ@landeskomitee.de. Auf der Homepage www.gemeinde-creativ.de können alle Beiträge aus dem Magazin kostenfrei und ohne Registrierung gelesen werden. Es lohnt sich, regelmäßig dort vorbeizuschauen.