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Die Zukunft mitgestalten

Am Sonntag, 1. März, ist Pfarrgemeinderatswahl im Bistum Würzburg – In Gemeinsamem Pfarrgemeinderat und Gemeindeteam Kirche lebendig werden lassen – Bischof und Diözesanratsvorsitzender rufen zur Teilnahme auf

Würzburg (POW) Am Sonntag, 1. März, sind alle Katholikinnen und Katholiken, die mindestens 14 Jahre alt sind und in einer Pfarreiengemeinschaft beziehungsweise Untergliederung der 43 Pastoralen Räume im Bistum Würzburg ihren Erstwohnsitz haben, aufgerufen, an der Wahl der Pfarrgemeinderäte und Gemeindeteams teilzunehmen. „Gemeinsam gestalten – gefällt mir“, lautet das Motto. „Die Wahl der Pfarrgemeinderäte und Gemeindeteams ist eine Einladung, anzupacken, mitzumachen und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen“, schreiben Bischof Dr. Franz Jung und Diözesanratsvorsitzender Dr. Michael Wolf in ihrem gemeinsamen Aufruf. Nähere Informationen zur Wahl gibt es im Internet unter pfarrgemeinderatswahl.de.

Kirche lebe von den Menschen, die sich kreativ und vielfältig in den Dörfern und Städten einbringen. Gerade in einer Zeit voll großer Herausforderungen für Kirche, Politik und Gesellschaft seien Christinnen und Christen aufgerufen, aktiv zu werden. „Gemeinsam gestalten“ bedeute, „dass wir uns aktiv einbringen und unsere Vision einer aktiven Kirche lebendig werden lassen“, heißt es in dem Aufruf weiter. In der Mitgestaltung der Räte zeigten die Gläubigen, wie christlicher Glaube heute gelebt und weitergegeben werden könne. „Nutzen Sie diese Gelegenheit und gestalten Sie gemeinsam mit vielen Engagierten voll Mut und Zuversicht das kirchliche Leben vor Ort!“, betonen Bischof Jung und Diözesanratsvorsitzender Wolf.

Welche Gremien werden gewählt?

Das Bistum Würzburg baut darauf, dass alle Getauften eine gemeinsame Verantwortung haben. Die rechtlichen Grundlagen hierfür sind die Satzungen der Gemeinsamen Pfarrgemeinderäte sowie der Gemeindeteams im Bistum Würzburg. Gewählt wird zum einen der Gemeinsame Pfarrgemeinderat. Er ist zuständig für die gesamte Pfarreiengemeinschaft beziehungsweise Untergliederung. Für Aufgaben, die in den einzelnen Gemeinden, also den 516 Pfarreien, 95 Kuratien oder 251 Filialen des Bistums verbleiben, werden Gemeindeteams eingerichtet. Diese sind für die vier Jahre dauernde Wahlperiode des Gemeinsamen Pfarrgemeinderats eingesetzt und setzen sich aus Gläubigen zusammen, die bereit sind, in der jeweiligen Gemeinde mitzuarbeiten. Sie sorgen beispielsweise dafür, dass Kirche am Ort erkennbar, erreichbar und zugänglich ist, und repräsentieren Kirche am jeweiligen Ort. Engagieren kann sich in beiden Gremien jede Katholikin/jeder Katholik ab 16 Jahren. Alternativ können auch die Gemeindeteams direkt gewählt werden. Die Entscheidung, welches Gremium direkt gewählt wird, wird in der Pfarreiengemeinschaft beziehungsweise Untergliederung getroffen.

Der Gemeinsame Pfarrgemeinderat besteht aus fünf bis zwölf Personen. Neben den Gewählten gehört zu diesem Gremium auch der zuständige Teampfarrer oder alternativ ein Mitglied aus dem Pastoralteam der hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger. Zusätzlich können weitere Personen berufen werden. Im Gemeindeteam können zwischen drei und zwölf Gläubige mitarbeiten.

Was sind die Aufgaben?

Die Satzung nennt viele Möglichkeiten des Engagements: von der Jugendarbeit bis zur Gottesdienstfeier, vom Besuchsdienst bei Neuzugezogenen oder Kranken bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit, um nur ein paar Beispiele zu nennen. In der Praxis werden je nach Gegebenheit, Schwerpunkten und Interessen der Engagierten unterschiedliche Akzente gesetzt und versucht, Menschen zu bewegen, sich bei den jeweiligen Aktionen und Projekten zu beteiligen. Der Gemeinsame Pfarrgemeinderat handelt nach dem Subsidiaritätsprinzip und wird von den Gemeindeteams unterstützt. Das heißt, Aufgaben, die einzelne Gemeinden betreffen und von diesen übernommen werden können, sind dort angesiedelt. Der Gemeinsame Pfarrgemeinderat ist zuständig für alle gemeinsamen Aufgaben und erzielt durch die Zusammenarbeit Synergien zwischen den Gemeinden.

Wie ist die Arbeit in den beiden Gremien organisiert?

Wie häufig sich der Gemeinsame Pfarrgemeinderat beziehungsweise das Gemeindeteam trifft, entscheiden die Gremien selbständig. Jedes Mitglied hat das Recht, Anträge zu stellen, über die dann abgestimmt wird. Um die Palette der Themen und Aktionen zu organisieren, können in Abstimmung mit dem Rat im Pastoralen Raum Arbeits- und Projektgruppen gebildet werden.

Was haben Engagierte von ihrem Einsatz?

Mit ihrer Lebenserfahrung, ihren Fähigkeiten und Interessen können die Frauen und Männer Entwicklungen des gesellschaftlichen und kirchlichen Lebens mitgestalten. Diese Erfahrungen, so berichten Engagierte und Engagementforschende, sind auch für Beruf und Privatleben nützlich und fordern die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Das Bistum unterstützt die Engagierten in den Gemeinsamen Pfarrgemeinderäten und den Gemeindeteams mit vielfältigen kostenlosen Fortbildungsangeboten.