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	 xmlns:n="http://typo3.org/ns/GeorgRinger/News/ViewHelpers"><channel><title>Nachrichten</title><link></link><description></description><language>de-DE</language><copyright>Diözese Bistum Würzburg</copyright><pubDate>Fri, 13 Mar 2026 03:11:19 +0100</pubDate><lastBuildDate>Fri, 13 Mar 2026 03:11:19 +0100</lastBuildDate><atom:link href="https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/feed.rss" rel="self" type="application/rss+xml" /><generator>TYPO3 EXT:news</generator><item><guid isPermaLink="false">news-71052</guid><pubDate>Mon, 09 Mar 2026 10:40:10 +0100</pubDate><title>Von der Strukturreform getrieben</title><link>https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/detail/ansicht/von-der-strukturreform-getrieben-1/</link><description>Diözesanrat blickt auf die abgelaufene Wahlperiode ‒ Vollversammlung stellt sich hinter diözesane Schulen und Präventionskonzept ‒ Konzept für Büroräume des Bistums in Würzburg sowie diözesane Senioreneinrichtungen vorgestellt</description><enclosure url="https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/fileadmin/Bistum_Folgeseiten/Pfarrgemeinderatswahl/1H2A8588.JPG.jpg" length="153720" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg&nbsp;</strong>(POW) Wenn es nach dem Diözesanratsvorsitzenden Dr. Michael Wolf geht, darf in der kommenden Wahlperiode wieder stärker die inhaltliche Arbeit im Mittelpunkt des höchsten Laiengremiums im Bistum Würzburg stehen. „Wir waren in den vergangenen Jahren durch die Strukturreform im Bistum sehr fremdgesteuert“, attestierte er bei der Frühjahrvollversammlung Von Freitag, 6., bis Samstag, 7. März, tagten die Delegierten im Würzburger Exerzitienhaus Himmelspforten.</p><p>Zu zwei Punkten aus der vergangenen Amtsperiode machte Wolf ausführlichere Anmerkungen: der Sakramentenspendung durch Laien sowie der partizipativen Leitung. Im vergangenen Jahr gab es im Diözesanrat den Antrag, für bestimmte Sakramente wie zum Beispiel die Taufe die Spendung durch Laien zu erlauben. „Nach einem schnellen Start gab es eine holprige und verzögerte Bearbeitung des Themas durch eine durchaus hochrangige Arbeitsgruppe und dann ein Abschlussergebnis.“ Bischof Dr.&nbsp;Franz Jung habe das Ansinnen abgelehnt, weil er die Stellung der Priester nicht dadurch gefährden wolle, dass priesterliche Aufgaben durch Laien wahrgenommen werden. „Eine verständliche Sichtweise, versetze ich mich an seine Stelle.“</p><p>Wolf regte an, vorbehaltlos die Gründe zu analysieren, warum derzeit nur wenige Personen eine Stelle in der Pastoral anstreben. In Zukunft werde daher nicht mehr der Bedarf auf dem aktuellen Level sichergestellt werden können. Ohne das Priesteramt zu beschneiden oder gar zu verneinen werde es notwendig werden, Aufgaben von diesen auf Laien, „vielleicht sogar Ehrenamtliche“ zu verlagern, um die Kirche auch in der Fläche lebendig und lebensfähig zu erhalten. Sakramente seien zentral, deswegen bat Wolf Bischof Jung, zumindest mittelfristig seine Position zu überdenken. „Mir ist klar, dass wir hier heikle Themen tangieren, die Rom entscheiden muss. Aber wenn sich von unten nichts regt, wenn keine Meldung des Bedarfs aus den Bistümern ergeht, wie soll sich dann die Situation ändern?</p><p>Ähnlich sei die Situation bei der Leitung. Diese komme in der Kirche dem Pfarrer aufgrund der Weihe zu. „Führung wird heute hinterfragt. Befugnis und Fähigkeiten müssen im Einklang stehen. Führen ist lernbar“, betonte Wolf. Das gelte insbesondere jenseits der kirchlichen Verwaltung. „Die Führung der freiwillig Engagierten, die ja weder über einen Arbeitsvertrag noch ein Versprechen auf Gegenseitigkeit ihre Leistung zur Verfügung stellen, bedarf einer grundsätzlichen Festlegung und nachfolgend auch Ausbildung“, erklärte Wolf. Diese verlange vor allem nach einer Führungskultur, in der Werte und Normen gelebt werden und die auf einer gemeinsamen und eingeübten Haltung basierten.</p><p>Mit deutlicher Mehrheit sprach sich der Diözesanrat dafür aus, dass die Diözese weiterhin ihre drei Schulen Vinzentinum und Elisabethenheim in Würzburg sowie Theresia-Gerhardinger-Realschule in Amorbach in eigener Trägerschaft betreibt. Für die vorgesehenen Baumaßnahmen müsse ein regelmäßiges Monitoring erfolgen. Zudem votierten die Delegierten dafür, dass die acht (ehemaligen) Ordensschulen auf dem Gebiet des Bistums künftig einen Betriebskostenzuschuss aus dem Fonds für Ordensschulen, aber keine weiteren Zuschüsse aus dem Bistumshaushalt erhalten, insbesondere für Baumaßnahmen. Die sich durch diese Unterstützung ergebende Erhöhung der Mittel gegenüber der bereits beschlossenen Strategie müsse an anderer Stelle eingespart werden. „Hierzu sind Vorschläge zu erarbeiten und den diözesanen Gremien zur Beratung vorzulegen“, heißt es in dem Votum. Zudem stellte das Gremium grundsätzlich fest, dass es sich bei beiden von der Ordinariatskonferenz angeregten Voten um eine grundsätzliche Lageänderung handele. „Dies gilt es für den weiteren Prozess aufmerksam im Blick zu behalten“, damit daraus keine „Blaupause“ für weitere Veränderungen der Strategie entstünden.</p><p>Der Diözesanrat stellte sich außerdem hinter die Interventions- und Präventionsordnung des Bistums. Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran wertete das als ein „wichtiges Signal“ zum Schutz vor sexualisierter Gewalt und Missbrauch geistlicher Autorität. Zugleich forderte das Gremium die Bistumsleitung auf, seine Beteiligung sicherzustellen. Dafür solle die bisher bestehende Arbeitsgruppe fortgeführt werden. Außerdem betonte der Diözesanrat, dass eine Erweiterung dieser Gruppe um Fachpersonal zum Beispiel aus den Bereichen Datenschutz und IT-Sicherheit zwingend erforderlich sei. Zudem mahnten die Delegierten, nach einer Präventions-Grundschulung den Ehrenamtlichen Auffrischungskurse von kurzer Dauer im Rahmen von örtlichen Veranstaltungen oder in digitalem Format zu ermöglichen, damit der zeitliche Aufwand nicht überfordere.</p><p>Domkapitular Albin Krämer, Bischofsvikar für den 104. Deutschen Katholikentag, und sein Referent Dominik Großmann warben für die bevorstehende Großveranstaltung vom 13. bis zum 17. Mai in Würzburg. Das Programm sei seit 3. März veröffentlicht, jetzt könne sich jeder online oder in der Katholikentags-App über die Vielzahl der über 900 Veranstaltungen informieren und dann bis zum 15.&nbsp;März verbilligte Karten erwerben. „Kostenlos und ohne Ticket können Interessierte alle Veranstaltungen besuchen, die im Freien stattfinden. Dazu gehört der Abend der Begegnung am Mittwoch, bei den sich die neun Dekanate in der Innenstadt mit Kultur und Kulinarik vorstellen, aber auch die beiden Gottesdienste auf dem Residenzplatz an Christi Himmelfahrt und zum Abschluss am Sonntag“, betonte Krämer. Nähere Informationen, auch zu den Zuschüssen für Busse, die aus den Pastoralen Räumen zum Katholikentag nach Würzburg fahren, im Internet unter<a href="http://katholikentag.bistum-wuerzburg.de/" target="_blank">&nbsp;katholikentag.bistum-wuerzburg.de</a>.</p><p>Vorgestellt wurden auch die Überlegungen, die fünf Senioreneinrichtungen der Diözese Würzburg ‒ Sankt Gertrudis und Sankt Elisabeth in Bad Kissingen, das Marienstift in Schweinfurt, Sankt Hedwig in Veitshöchheim sowie Sankt Thekla in Würzburg. Wie Finanzdirektor Ordinariatsrat Gerald Düchs erklärte, durch den geplanten Verkauf dieser Einrichtungen an die Caritas-Einrichtungen gGmbH kämen Betrieb und Eigentum in eine Hand. Kurze Entscheidungswege führten zu einer deutlichen Vereinfachung. Zudem seien die Betreiber die Experten was notwendige Baumaßnahmen und Investitionsentscheidungen angehe. Düchs erklärte außerdem, dass die Zahl der Bürogebäude des Bistums in der Innenstadt mittelfristig deutlich reduziert werde. Der Balthasar-Neumann-Bau des Marmelsteiner Hofs und die angemieteten Räume der IT in der Kolpingstraße würden zeitnah nicht mehr genutzt. Für weitere fünf Standorte wie die übrigen Gebäudeteile des Marmelsteiner Hofs und das Caritashaus in der Franziskanergasse werde es außerdem keine Umbaumaßnahmen geben. Modernisiert und in jedem Fall erhalten werden sollen Archiv und Bibliothek, das Priesterseminarsgebäude, Kilianeum, Kilianshaus, Burkardushaus und der Hof Conti.</p><p><i>mh (POW)</i></p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-71051</guid><pubDate>Mon, 09 Mar 2026 10:30:41 +0100</pubDate><title>Militärschlag gegen Iran macht Bischof und Diözesanratsvorsitzenden Sorgen</title><link>https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/detail/ansicht/militaerschlag-gegen-iran-macht-bischof-und-dioezesanratsvorsitzenden-sorgen-1/</link><description>Dr. Franz Jung: Umbau von Diözesanpastoralrat zu Synodalem Gremium geht voran ‒ „In Höchberg sind mehrere Dinge nicht korrekt gelaufen“ ‒ „Bericht zur Lage“ von Diözesanratsvorsitzendem Dr. Michael Wolf</description><enclosure url="https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/fileadmin/Bistum_Folgeseiten/Pfarrgemeinderatswahl/1H2A9341.JPG.jpg" length="116814" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p class="western"><span style="font-size:18px"><span style="box-sizing:border-box"><span style="color:#333333"><span style="line-height:1.5"><span style="font-family:&quot;Hanken Grotesk&quot;, sans-serif"><span style="font-style:normal"><span style="font-variant-ligatures:normal"><span style="font-weight:400"><span style="white-space:normal"><span style="background-color:#ffffff"><span style="text-decoration-thickness:initial"><span style="text-decoration-style:initial"><span style="text-decoration-color:initial"><strong style="box-sizing:border-box; font-weight:700">Würzburg&nbsp;</strong>(POW) Zu weltpolitischen Krisen, deutschen Streitfragen und innerkirchlichen Herausforderungen hat bei der Frühjahrsvollversammlung des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Würzburg der Vorsitzende Dr. Michael Wolf in seinem „Bericht zur Lage“ am Samstag, 7. März, Stellung genommen. Er dankte vorweg den Kandidatinnen und Kandidaten der jüngsten Wahlen zu Gemeindeteams und Pfarrgemeinderäten und betonte die Bedeutung eines funktionierenden, demokratisch legitimierten Rätesystems in der Kirche.</span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></p><p><span style="font-size:18px"><span style="box-sizing:border-box"><span style="color:#333333"><span style="line-height:1.5"><span style="font-family:&quot;Hanken Grotesk&quot;, sans-serif"><span style="font-style:normal"><span style="font-variant-ligatures:normal"><span style="font-weight:400"><span style="white-space:normal"><span style="background-color:#ffffff"><span style="text-decoration-thickness:initial"><span style="text-decoration-style:initial"><span style="text-decoration-color:initial">Mit Blick auf den jüngsten militärischen Schlag der USA und Israels gegen den Iran warnte Wolf vor einer weiteren Eskalation im Nahen und Mittleren Osten. Luftangriffe allein würden keinen Krieg entscheiden, sagte er. Am Ende brauche es entweder einen inneren Umsturz oder Bodentruppen – beides Szenarien mit unkalkulierbaren Folgen. Die Regierungen müssten sich sehr genau fragen, welches Ziel sie verfolgten und welchen Preis sie zu zahlen bereit seien. Die Region brauche keinen weiteren „failed state“, mahnte Wolf und erinnerte daran, dass über die Straße von Hormus rund ein Fünftel des weltweiten Erdöls transportiert werde.</span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></p><p><span style="font-size:18px"><span style="box-sizing:border-box"><span style="color:#333333"><span style="line-height:1.5"><span style="font-family:&quot;Hanken Grotesk&quot;, sans-serif"><span style="font-style:normal"><span style="font-variant-ligatures:normal"><span style="font-weight:400"><span style="white-space:normal"><span style="background-color:#ffffff"><span style="text-decoration-thickness:initial"><span style="text-decoration-style:initial"><span style="text-decoration-color:initial">In der Innenpolitik griff Wolf das Ringen um das Gebäudeenergiegesetz auf. Die deutsche Klimapolitik sei derzeit kein Vorbild für zielgerichtetes und konsistentes Handeln, kritisierte er. Zwar sei das Ziel breit anerkannt, den CO2-Ausstoß zu senken, Entscheidungen würden jedoch parteipolitisch zerrieben. Die Rückkehr zu Gas- und Ölheizungen stelle die Frage nach der Zukunftsfähigkeit der gesetzlichen Regelungen. Steigende CO2-Preise, knappe Mengen an grünem Gas und Wasserstoff sowie mögliche Rückzüge von Stadtwerken aus der Gasversorgung könnten vor allem sozial Schwächere hart treffen. Es müsse gewährleistet bleiben, dass Menschen nicht zwischen Essen und Heizen wählen müssten. „Nicht handeln ist verantwortungslos – Handeln braucht aber eine klare Zieldefinition“, betonte Wolf.</span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></p><p><span style="font-size:18px"><span style="box-sizing:border-box"><span style="color:#333333"><span style="line-height:1.5"><span style="font-family:&quot;Hanken Grotesk&quot;, sans-serif"><span style="font-style:normal"><span style="font-variant-ligatures:normal"><span style="font-weight:400"><span style="white-space:normal"><span style="background-color:#ffffff"><span style="text-decoration-thickness:initial"><span style="text-decoration-style:initial"><span style="text-decoration-color:initial">Skeptisch äußerte sich der Naturwissenschaftler zur derzeitigen Entwicklung der Künstlichen Intelligenz. KI könne Fluch oder Segen sein, dürfe aber nicht so organisiert werden, dass die Kosten vergesellschaftet und die Gewinne privatisiert würden. Der wachsende Energiebedarf von Rechenzentren und der notwendige Netzausbau würden über Gebühren letztlich von allen bezahlt. Zugleich forderte Wolf klare Grenzen beim militärischen Einsatz von KI. Autonome Waffensysteme, die selbst über den Einsatz von Gewalt entscheiden, lehnt er ab. Solange KI zu Fehlern und „Fantasien“ neige, müsse der Mensch die letzte Entscheidung behalten.</span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></p><p><span style="font-size:18px"><span style="box-sizing:border-box"><span style="color:#333333"><span style="line-height:1.5"><span style="font-family:&quot;Hanken Grotesk&quot;, sans-serif"><span style="font-style:normal"><span style="font-variant-ligatures:normal"><span style="font-weight:400"><span style="white-space:normal"><span style="background-color:#ffffff"><span style="text-decoration-thickness:initial"><span style="text-decoration-style:initial"><span style="text-decoration-color:initial">Ein geplantes Social-Media-Verbot für Kinder nahm Wolf zum Anlass, die Erwachsenen zu Selbstkritik zu ermahnen. Wer selbst ständig aufs Handy schaue, sei ein schlechtes Vorbild. Bevor über Verbote nachgedacht werde, müsse die Gesellschaft ihren eigenen Umgang mit digitalen Medien reflektieren. Ein „Digital Detox“, also ein freiwilliger Verzicht auf die Nutzung mobiler Endgeräte, könne helfen, Grenzen zu ziehen und Kindern Alternativen aufzuzeigen.</span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></p><p><span style="font-size:18px"><span style="box-sizing:border-box"><span style="color:#333333"><span style="line-height:1.5"><span style="font-family:&quot;Hanken Grotesk&quot;, sans-serif"><span style="font-style:normal"><span style="font-variant-ligatures:normal"><span style="font-weight:400"><span style="white-space:normal"><span style="background-color:#ffffff"><span style="text-decoration-thickness:initial"><span style="text-decoration-style:initial"><span style="text-decoration-color:initial">Innerkirchlich begrüßte Wolf die Wahl des Hildesheimer Bischofs Dr. Heiner Wilmer zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz. Wilmer werde starke Nerven, Ausdauer und ein ausgleichendes Wesen brauchen. Zugleich warb Wolf für mehr Verbindlichkeit unter den Bischöfen. Die Konferenz müsse zu gemeinsamen Entscheidungen kommen, an die sich dann auch alle hielten, sonst drohe die Kirche in Deutschland als „wilder Haufen“ wahrgenommen zu werden. Notwendig sei ein klarer, verbindlicher Entscheidungsprozess, der von allen akzeptiert werde und Kompromisse ermögliche.</span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></p><p><span style="font-size:18px"><span style="box-sizing:border-box"><span style="color:#333333"><span style="line-height:1.5"><span style="font-family:&quot;Hanken Grotesk&quot;, sans-serif"><span style="font-style:normal"><span style="font-variant-ligatures:normal"><span style="font-weight:400"><span style="white-space:normal"><span style="background-color:#ffffff"><span style="text-decoration-thickness:initial"><span style="text-decoration-style:initial"><span style="text-decoration-color:initial">Mit Blick auf die Kommunalwahlen in Bayern am 8. März rief der Diözesanratsvorsitzende dazu auf, von seinem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Wer wähle, helfe mit, den Kurs der Gemeinden zu bestimmen und die Demokratie lebendig zu halten.</span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></p><p><span style="font-size:18px"><span style="box-sizing:border-box"><span style="color:#333333"><span style="line-height:1.5"><span style="font-family:&quot;Hanken Grotesk&quot;, sans-serif"><span style="font-style:normal"><span style="font-variant-ligatures:normal"><span style="font-weight:400"><span style="white-space:normal"><span style="background-color:#ffffff"><span style="text-decoration-thickness:initial"><span style="text-decoration-style:initial"><span style="text-decoration-color:initial">Bischof Dr. Franz Jung erklärte in seinem Wort an die Vollversammlung, der Angriff der USA und Israels auf den Iran bereite ihm wegen dem drohenden Flächenbrand in der Region schlaflose Nächte. Der mögliche Sieg der AfD bei der kommenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sei für das Bistum Magdeburg bedrohlich. Die Partei habe angekündigt, sämtliche Staatsleistungen sowie den Einzug der Kirchensteuer umgehend zu beenden, sobald sie die Regierung stelle. Die Wahl Bischof Wilmers zum Vorsitzenden begrüßte er ausdrücklich. „Ich kenne ihn aus meiner Zeit als Speyerer Generalvikar sehr gut. Er war damals Ordensoberer, und der Sitz der Gemeinschaft war in Speyer.“</span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></p><p><span style="font-size:18px"><span style="box-sizing:border-box"><span style="color:#333333"><span style="line-height:1.5"><span style="font-family:&quot;Hanken Grotesk&quot;, sans-serif"><span style="font-style:normal"><span style="font-variant-ligatures:normal"><span style="font-weight:400"><span style="white-space:normal"><span style="background-color:#ffffff"><span style="text-decoration-thickness:initial"><span style="text-decoration-style:initial"><span style="text-decoration-color:initial">Im Bistum Würzburg werde die Weiterentwicklung des Diözesanpastoralrats zu einem Synodalen Gremium systematisch vorangebracht. Bereits in wenigen Tage gehe die Arbeit an der Satzung weiter. Als wichtigen Schritt auf Bundesebene wertete der Bischof, dass die Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz die Statuten für die Synodale Konferenz genehmigt habe. Nun müsse Rom diesen Text noch rekognoszieren. Als Erfolg wertete er zudem, dass beim Verband der Diözesen Deutschlands wieder alle 27 (Erz-)Bistümer dem Haushalt zugestimmt haben.</span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></p><p><span style="font-size:18px"><span style="box-sizing:border-box"><span style="color:#333333"><span style="line-height:1.5"><span style="font-family:&quot;Hanken Grotesk&quot;, sans-serif"><span style="font-style:normal"><span style="font-variant-ligatures:normal"><span style="font-weight:400"><span style="white-space:normal"><span style="background-color:#ffffff"><span style="text-decoration-thickness:initial"><span style="text-decoration-style:initial"><span style="text-decoration-color:initial">Zum Prozess der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der Pfarreiengemeinschaft Mariä Geburt und Sankt Norbert Höchberg erklärte der Bischof, dass die erste Phase nun abgeschlossen sei, in der es darum gegangen sei, das Handeln der damaligen Diözesanleitung ab dem Jahr 2010 zu rekonstruieren. Er erklärte, dass mehrere Dinge in Folge der Meldung sexuellen Missbrauchs nicht korrekt gelaufen seien. Es habe unter anderem keine kirchliche Voruntersuchung gegeben, keine schriftliche und somit nachweisbare Meldung nach Rom, keine Entfernung des Geistlichen aus dem Dienst und dem Pfarrhaus sowie keine Information der Gemeinde. „Was noch aussteht ist die Einschätzung des römischen Dikasteriums für die Bischöfe zum Vorgehen des damaligen Ortsbischofs Dr. Friedhelm Hofmann in diesem Zusammenhang in den Jahren zwischen 2010 und 2017“, betonte Bischof Jung. Wichtig sei nun, dass die Gemeinde gut in die Phase zwei der Aufarbeitung eintreten kann, in der es um die Bearbeitung der aufgekommenen Emotionen gehe. Unter anderem wolle man die Person des Gründerpfarrers anhand des Konzepts der „paradoxen Persönlichkeit“ betrachten.</span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></p><p class="western"><span style="font-size:18px"><span style="box-sizing:border-box"><span style="color:#333333"><span style="line-height:1.5"><span style="font-family:&quot;Hanken Grotesk&quot;, sans-serif"><span style="font-style:normal"><span style="font-variant-ligatures:normal"><span style="font-weight:400"><span style="white-space:normal"><span style="background-color:#ffffff"><span style="text-decoration-thickness:initial"><span style="text-decoration-style:initial"><span style="text-decoration-color:initial"><span style="box-sizing:border-box"><span style="line-height:18px"><font color="#000000"><font style="box-sizing:border-box"><span style="font-size:10pt"><span style="box-sizing:border-box"><span style="box-sizing:border-box" lang="de-DE"><i style="box-sizing:border-box">mh (POW)</i></span></span></span></font></font></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-70924</guid><pubDate>Mon, 02 Mar 2026 18:21:25 +0100</pubDate><title>Pfarrgemeinderatswahl mit klarer Frauenmehrheit</title><link>https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/detail/ansicht/pfarrgemeinderatswahl-mit-klarer-frauenmehrheit-2/</link><description>Nach Auswertung knapp der Hälfte der Rückmeldungen: Im Bistum Würzburg lag die Wahlbeteiligung bei 18,7 Prozent – Viele Gemeinden wählten per Brief</description><enclosure url="https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/fileadmin/_processed_/9/3/csm_Plakat_Bestellung_ba2a087e3b.jpg" length="131081" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg&nbsp;</strong>(POW) Im Bistum Würzburg haben am Sonntag, 1. März, rund 547.000 wahlberechtigte Katholikinnen und Katholiken über 14 Jahre neue Pfarrgemeinderäte gewählt. Nach dem bisherigen Auszählungsstand von knapp der Hälfte der Rückmeldungen liegt die Wahlbeteiligung bei 18,7 Prozent, teilte Florian Liebler, Geschäftsführer des Diözesanrats der Katholiken im Bistum, am Montag, 2. März, mit.&nbsp;</p><p>Insgesamt wurde in 121 Gemeinden und Pfarreiengemeinschaften (47,6 Prozent) per allgemeiner Briefwahl abgestimmt, in 100 Gemeinden (39,4 Prozent) fanden Versammlungswahlen statt, und in 33&nbsp;Gemeinden (13 Prozent) waren Wahllokale geöffnet. Erfahrungsgemäß falle die Beteiligung bei Versammlungswahlen besonders niedrig aus, heißt es.&nbsp;</p><p>Unter den bisher Gewählten sind 1215 Frauen (71 Prozent) und 495 Männer (29 Prozent). Rund ein Drittel (32 Prozent) der Mitglieder ist erstmals in den Gremien vertreten. Eine Persönlichkeitswahl war in vielen Gemeinden nötig, weil es ebenso viele oder weniger Kandidierende als zu vergebende Sitze gab.&nbsp;</p><p>Die höchste Wahlbeteiligung erreichten die Filiale Unbeflecktes Herz Mariä Junkershausen (72,41 Prozent), die Pfarrei Sankt Nikolaus in Kleinwenkheim (69,04 Prozent) und die Kuratie Sankt Antonius in Oberweißenbrunn (66,46 Prozent). In Sankt Sebastian Unterspiesheim und in Sankt Bonifatius Rannungen ist der neue Pfarrgemeinderat komplett neu besetzt. Auffällig viele junge Mitglieder hat das Gemeindeteam in Maria vom Berge Karmel Urspringen (Pastoraler Raum Marktheidenfeld), wo fünf Personen unter 25 Jahre alt sind.&nbsp;</p><p>In der Pfarrei Corpus Domini in Mömlingen wurden mit acht Männern und vier Frauen deutlich mehr Männer gewählt, während im Gemeindeteam Sankt Antonius Obererthal (Pfarreiengemeinschaft Sieben Sterne, Hammelburger Land) ausschließlich Frauen in das Gremium kamen.</p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-70911</guid><pubDate>Mon, 02 Mar 2026 13:45:16 +0100</pubDate><title>Frühjahrsvollversammlung des Diözesanrats</title><link>https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/detail/ansicht/fruehjahrsvollversammlung-des-dioezesanrats-1/</link><description>Würzburg (POW) Zu seiner Frühjahrsvollversammlung trifft sich der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Würzburg von Freitag, 6., bis Sonntag, 7. März, im Würzburger Exerzitienhaus Himmelspforten.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Neben dem Bericht zur Lage von Diözesanratsvorsitzendem Dr. Michael Wolf und dem Wort des Bischofs Dr. Franz Jung geht es unter anderem um einen Rückblick auf die vergangene Wahlperiode des Gremiums. Auf dem Programm stehen außerdem die Themen Prävention sexuellen Missbrauchs sowie die neue Satzung und Geschäftsordnung des Diözesanrats.</p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-70861</guid><pubDate>Fri, 27 Feb 2026 09:18:48 +0100</pubDate><title>Die Zukunft mitgestalten</title><link>https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/detail/ansicht/die-zukunft-mitgestalten-2/</link><description>Am Sonntag, 1. März, ist Pfarrgemeinderatswahl im Bistum Würzburg – In Gemeinsamem Pfarrgemeinderat und Gemeindeteam Kirche lebendig werden lassen – Bischof und Diözesanratsvorsitzender rufen zur Teilnahme auf</description><enclosure url="https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/fileadmin/_processed_/9/3/csm_Plakat_Bestellung_ab39a5aab7.jpg" length="131081" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg&nbsp;</strong>(POW) Am Sonntag, 1. März, sind alle Katholikinnen und Katholiken, die mindestens 14&nbsp;Jahre alt sind und in einer Pfarreiengemeinschaft beziehungsweise Untergliederung der 43 Pastoralen Räume im Bistum Würzburg ihren Erstwohnsitz haben, aufgerufen, an der Wahl der Pfarrgemeinderäte und Gemeindeteams teilzunehmen. „Gemeinsam gestalten – gefällt mir“, lautet das Motto. „Die Wahl der Pfarrgemeinderäte und Gemeindeteams ist eine Einladung, anzupacken, mitzumachen und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen“, schreiben Bischof Dr. Franz Jung und Diözesanratsvorsitzender Dr.&nbsp;Michael Wolf in ihrem gemeinsamen Aufruf. Nähere Informationen zur Wahl gibt es im Internet unter&nbsp;<a href="http://pfarrgemeinderatswahl.de/" target="_blank">pfarrgemeinderatswahl.de</a>.</p><p>Kirche lebe von den Menschen, die sich kreativ und vielfältig in den Dörfern und Städten einbringen. Gerade in einer Zeit voll großer Herausforderungen für Kirche, Politik und Gesellschaft seien Christinnen und Christen aufgerufen, aktiv zu werden. „Gemeinsam gestalten“ bedeute, „dass wir uns aktiv einbringen und unsere Vision einer aktiven Kirche lebendig werden lassen“, heißt es in dem Aufruf weiter. In der Mitgestaltung der Räte zeigten die Gläubigen, wie christlicher Glaube heute gelebt und weitergegeben werden könne. „Nutzen Sie diese Gelegenheit und gestalten Sie gemeinsam mit vielen Engagierten voll Mut und Zuversicht das kirchliche Leben vor Ort!“, betonen Bischof Jung und Diözesanratsvorsitzender Wolf.</p><p><em><strong>Welche Gremien werden gewählt?</strong></em></p><p>Das Bistum Würzburg baut darauf, dass alle Getauften eine gemeinsame Verantwortung haben. Die rechtlichen Grundlagen hierfür sind die Satzungen der Gemeinsamen Pfarrgemeinderäte sowie der Gemeindeteams im Bistum Würzburg. Gewählt wird zum einen der Gemeinsame Pfarrgemeinderat. Er ist zuständig für die gesamte Pfarreiengemeinschaft beziehungsweise Untergliederung. Für Aufgaben, die in den einzelnen Gemeinden, also den 516 Pfarreien, 95 Kuratien oder 251 Filialen des Bistums verbleiben, werden Gemeindeteams eingerichtet. Diese sind für die vier Jahre dauernde Wahlperiode des Gemeinsamen Pfarrgemeinderats eingesetzt und setzen sich aus Gläubigen zusammen, die bereit sind, in der jeweiligen Gemeinde mitzuarbeiten. Sie sorgen beispielsweise dafür, dass Kirche am Ort erkennbar, erreichbar und zugänglich ist, und repräsentieren Kirche am jeweiligen Ort. Engagieren kann sich in beiden Gremien jede Katholikin/jeder Katholik ab 16 Jahren. Alternativ können auch die Gemeindeteams direkt gewählt werden. Die Entscheidung, welches Gremium direkt gewählt wird, wird in der Pfarreiengemeinschaft beziehungsweise Untergliederung getroffen.</p><p>Der Gemeinsame Pfarrgemeinderat besteht aus fünf bis zwölf Personen. Neben den Gewählten gehört zu diesem Gremium auch der zuständige Teampfarrer oder alternativ ein Mitglied aus dem Pastoralteam der hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger. Zusätzlich können weitere Personen berufen werden. Im Gemeindeteam können zwischen drei und zwölf Gläubige mitarbeiten.</p><p><strong><em>Was sind die Aufgaben?</em></strong></p><p>Die Satzung nennt viele Möglichkeiten des Engagements: von der Jugendarbeit bis zur Gottesdienstfeier, vom Besuchsdienst bei Neuzugezogenen oder Kranken bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit, um nur ein paar Beispiele zu nennen. In der Praxis werden je nach Gegebenheit, Schwerpunkten und Interessen der Engagierten unterschiedliche Akzente gesetzt und versucht, Menschen zu bewegen, sich bei den jeweiligen Aktionen und Projekten zu beteiligen. Der Gemeinsame Pfarrgemeinderat handelt nach dem Subsidiaritätsprinzip und wird von den Gemeindeteams unterstützt. Das heißt, Aufgaben, die einzelne Gemeinden betreffen und von diesen übernommen werden können, sind dort angesiedelt. Der Gemeinsame Pfarrgemeinderat ist zuständig für alle gemeinsamen Aufgaben und erzielt durch die Zusammenarbeit Synergien zwischen den Gemeinden.</p><p><strong><em>Wie ist die Arbeit in den beiden Gremien organisiert?</em></strong></p><p>Wie häufig sich der Gemeinsame Pfarrgemeinderat beziehungsweise das Gemeindeteam trifft, entscheiden die Gremien selbständig. Jedes Mitglied hat das Recht, Anträge zu stellen, über die dann abgestimmt wird. Um die Palette der Themen und Aktionen zu organisieren, können in Abstimmung mit dem Rat im Pastoralen Raum Arbeits- und Projektgruppen gebildet werden.</p><p><strong><em>Was haben Engagierte von ihrem Einsatz?</em></strong></p><p>Mit ihrer Lebenserfahrung, ihren Fähigkeiten und Interessen können die Frauen und Männer Entwicklungen des gesellschaftlichen und kirchlichen Lebens mitgestalten. Diese Erfahrungen, so berichten Engagierte und Engagementforschende, sind auch für Beruf und Privatleben nützlich und fordern die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Das Bistum unterstützt die Engagierten in den Gemeinsamen Pfarrgemeinderäten und den Gemeindeteams mit vielfältigen kostenlosen Fortbildungsangeboten.</p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-70721</guid><pubDate>Thu, 19 Feb 2026 14:06:31 +0100</pubDate><title>Wahlaufruf zur Kommunalwahl in Bayern</title><link>https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/detail/ansicht/wahlaufruf-zur-kommunalwahl-in-bayern/</link><description>Am 8. März sind die Bürgerinnen und Bürger in Bayern aufgerufen, über die Zukunft ihrer Städte, Gemeinden und Landkreise mit zu entscheiden. Der Vorstand des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Würzburg ruft alle Wahlberechtigten ausdrücklich dazu auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.</description><enclosure url="https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/fileadmin/Bistum_Folgeseiten/Pfarrgemeinderatswahl/pen-2181101_by_ulleo_pixabay_pfarrbriefservice.jpg" length="122184" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Demokratie lebt von Beteiligung</strong><br />Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Sie lebt von der Beteiligung und von der Verant-wortungsbereitschaft engagierter Bürgerinnen und Bürger. Wer wählt, übernimmt Mitverantwortung für das Zusammenleben vor Ort – für Entscheidungen, die ganz konkret den Alltag betreffen: In der Kinderbetreuung, in Schulen, in der Pflege, im sozialen Miteinander, im Umgang mit Geflüchteten,<br />in Umwelt- und Klimaschutz sowie in der Gestaltung lebenswerter Kommunen.<br />Christliche Werte, wie die Achtung der Menschenwürde, Nächstenliebe und Solidarität oder die Bewahrung unserer Schöpfung, sind dabei konkrete Maßstäbe für politische Entscheidungen vor Ort.</p><p><strong>Klare Haltung gegen Menschenfeindlichkeit und Extremismus</strong><br />Mit großer Sorge beobachten wir, dass menschenfeindliche Haltungen, rassistische Parolen und extremistische Ideologien zunehmend Raum im politischen und gesellschaftlichen Diskurs auch in Unterfranken einnehmen. Solche Positionen stehen in fundamentalem Widerspruch zum christlichen Menschenbild und zu den Grundwerten unserer freiheitlichen Demokratie.</p><p>Kommunalpolitik entscheidet darüber, wie offen, sozial und zukunftsfähig unsere Gemeinden sind. Gerade deshalb ist es wichtig, die eigene Stimme nicht Gleichgültigkeit oder Protesthaltungen zu überlassen, sondern sie bewusst und verantwortungsvoll einzusetzen.<br />Wir ermutigen daher alle Wahlberechtigten ihr Wahlrecht wahrzunehmen, sich vorab zu informieren und das Gespräch mit den Kandidatinnen und Kandidaten zu suchen. Egal ob am 8. März im Wahllokal oder per Briefwahl bequem von zuhause aus. Denn Demokratie lebt von Menschen, die sich engagieren und mitentscheiden.</p><p><em>Der Vorstand des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Würzburg</em></p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-70690</guid><pubDate>Wed, 18 Feb 2026 13:19:04 +0100</pubDate><title>Wahlaufruf zur Wahl der Gemeinsamen Pfarrgemeinderäte und Gemeindeteams im Bistum Würzburg</title><link>https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/detail/ansicht/wahlaufruf-zur-wahl-der-gemeinsamen-pfarrgemeinderaete-und-gemeindeteams-im-bistum-wuerzburg/</link><description>Am 1. März 2026 sind Katholikinnen und Katholiken ab 14 Jahren eingeladen, durch ihre Stimme das kirchliche Leben vor Ort aktiv mitzugestalten. Unter dem Motto „Gemeinsam gestalten – gefällt mir“ werden die Gemeinsamen Pfarrgemeinderäte und Gemeindeteams neu gewählt.</description><enclosure url="https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/fileadmin/Bistum_Folgeseiten/Pfarrgemeinderatswahl/Vorstand_DR.jpg" length="913223" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Unsere Kirche lebt von Menschen, die sich einbringen, Verantwortung übernehmen und ihre Ideen, Erfahrungen und Talente teilen. Sie lebt von engagierten Christinnen und Christen in unseren Dörfern und Städten, die Glauben konkret werden lassen und Gemeinschaft ermöglichen. Gerade in einer Zeit großer Herausforderungen für Kirche, Politik und Gesellschaft ist dieses Engagement wichtiger denn je. So entstehen lebendige Gemeinden – Orte der Gemeinschaft, der Hoffnung und der Freude, getragen von unserem Glauben. Gemeinsam gestalten heißt: hinschauen, zuhören und handeln.</p><p>Mit Ihrer Teilnahme an der Wahl setzen Sie ein wichtiges Zeichen. Sie schenken den Kandidatinnen und Kandidaten Vertrauen und stärken jene, die bereit sind, sich für eine einladende, vielfältige und zukunftsorientierte Kirche einzusetzen. Gleichzeitig zeigen Sie: Kirche lebt vom Mitmachen und von der Mitverantwortung vieler.</p><p><strong>Nutzen Sie Ihr Wahlrecht!</strong></p><p>Gestalten wir gemeinsam – mit vielen Engagierten – das kirchliche Leben in unseren Pfarrgemeinden und im ganzen Bistum Würzburg.</p><p><em>Der Vorstand des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Würzburg</em></p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-70097</guid><pubDate>Fri, 23 Jan 2026 07:31:44 +0100</pubDate><title>Stadt, Land, Pastoral</title><link>https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/detail/ansicht/stadt-land-pastoral/</link><description>Beteiligung beginnt im Kleinen – von Werkstattabenden bis zur sanierten Dorfmitte. In dieser Ausgabe zeigen wir, wie Kirche, Kommunen und Vereine durch Kooperation und Verantwortung große Wirkung erzielen. Lesen Sie dazu mehr in der neuen Ausgabe von Gemeinde creativ ab dem 26. Januar unter www.gemeinde-creativ.de.  </description><content:encoded><![CDATA[<p>Die Stadt preist Vielfalt, das Land Gelassenheit. Beide versprechen Lebensqualität, beide liefern Stau — der eine auf der Stadtautobahn, der andere vor dem einzigen Bäcker am Samstag. Für Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Pfarrgemeinderätinnen und Pfarrgemeinderäte, Ehren- und Hauptamtliche gilt: Entscheidungen brauchen Nähe. Und manchmal braucht Nähe Distanz — die berühmte Nacht drüber, die auf dem Dorf erstaunlich dunkel sein kann.</p><p>Wenn Treffpunkte verschwinden, schrumpft das Wir-Gefühl schneller als der Handyempfang hinter der nächsten Kuppe. Pfarrheime, Bürgerhäuser, Dorfläden, offene Jugendzentren: Das sind keine Nostalgieprojekte, sondern Zukunftstechnik, und technikoffen wollen wir ja sein. Räume, die allen gehören, stiften Gemeinschaft. Kirche kann hier Türöffnerin sein — mit Gebäuden, die nicht nur heizen, sondern wärmen, und mit Menschen, die ansprechbar sind, bevor ein Formular entsteht.</p><p>Beteiligung klingt groß, beginnt aber klein: ein Werkstattabend, eine Kurzumfrage, ein Arbeitskreis mit klarer Aufgabe. Wer Verantwortung übernimmt, möchte Wirkung sehen. Das gilt für Jugendliche ebenso wie für Seniorinnen und Senioren. Erfolgreich sind Initiativen, die sichtbare Etappen setzen — vom bepflanzten Rondell bis zur sanierten Dorfmitte.</p><p>Stadt und Land sind aufeinander angewiesen. Die Stadt braucht Luft zum Atmen, das Land gute Verbindungen — verkehrlich, digital, mental. Innenentwicklung toppt Zersiedelung, Kooperation toppt Einzelkämpfertum. Kirche, Kommune, Vereine und Verbände gewinnen, wenn sie Aufgaben teilen: Wer Räume hat, bringt Räume ein; wer Menschen erreicht, bringt Menschen zusammen; wer Mittel hat, ermöglicht. So einfach — und so anstrengend.</p><p>Diese Ausgabe versammelt Beispiele, die Mut machen: kluge Umnutzungen, starke Ehrenamtliche, gelingende Jugendbeteiligung, Landvolkshochschulen als Kraftorte und Gottesdienste, die dahin gehen, wo Menschen sind — manchmal sogar ins Festzelt. Manches klingt nach Experiment, vieles nach gesunder Vernunft. Beides darf sein. Wir als Redaktion von <i>Gemeinde creativ</i> glauben an die Kraft kurzer Wege — zwischen Idee und Umsetzung, zwischen Stadt und Land, zwischen Sonntagspredigt und Montagmorgen. Wenn am Ende ein Gespräch mehr geführt, ein Raum öfter geöffnet oder am Zaun freundlicher gegrüßt wird, war es das Experiment und das Engagement wert.</p><p><i>Gemeinde creativ</i> ist eine Zeitschrift des Landeskomitees der Katholiken in Bayern und erscheint sechsmal jährlich. Das <i>Magazin für engagierte Katholiken</i> richtet sich vorwiegend an die Ehrenamtlichen in den Pfarrgemeinden, an die Räte und Verbände, und an alle, die an einer lebendigen Kirche Interesse haben und sich dafür einsetzen. Bei Interesse an einem kostenfreien Printabonnement wenden Sie sich gerne an <font color="#e2d700"><u><a href="mailto:gemeinde-creativ@landeskomitee.de">gemeinde-creativ@landeskomitee.de</a></u></font>. Auf der Homepage <font color="#e2d700"><u><a href="http://www.gemeinde-creativ.de/" target="_blank" rel="noreferrer">www.gemeinde-creativ.de</a></u></font> können alle Beiträge aus dem Magazin kostenfrei und ohne Registrierung gelesen werden. Es lohnt sich, regelmäßig dort vorbeizuschauen.</p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-69072</guid><pubDate>Thu, 27 Nov 2025 14:00:00 +0100</pubDate><title>Herzen und Türen für die Gäste des Katholikentags öffnen</title><link>https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/detail/ansicht/herzen-und-tueren-fuer-die-gaeste-des-katholikentags-oeffnen-1/</link><description>Im Würzburger Rathaus: Offizieller Auftakt zur Suche von Privatquartieren für den 104. Deutschen Katholikentag</description><enclosure url="https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/fileadmin/Bistum_Folgeseiten/Pfarrgemeinderatswahl/Gruppenbild.jpg_3.jpg" length="164056" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg&nbsp;</strong>(POW/KT) Im Würzburger Rathaus ist heute unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Martin Heilig die Privatquartierkampagne des 104. Deutschen Katholikentags gestartet. Die Großveranstaltung findet von Mittwoch, 13., bis Sonntag, 17. Mai 2026, in Würzburg statt. Dazu werden bis zu 30.000 Teilnehmende erwartet. Unter dem Motto „Tür auf, Herz auf! Mutige Gastgebende gesucht“ sollen Menschen aus Würzburg und Umgebung motiviert werden, ein Zimmer oder eine Schlafgelegenheit für die fünf Tage im Mai zur Verfügung zu stellen. Der Katholikentag hofft auf mindestens 2000 Betten privater Gastgeberinnen und -geber.</p><p>Oberbürgermeister Heilig betonte, dass sich die Stadt sehr auf den Katholikentag und seine vielen Gäste freue: „Wir sind organisatorisch in die Vorbereitungen zum Katholikentag gut eingebunden. Heute haben wir das Rathaus für diese Kampagne geöffnet und appellieren damit an die Würzburgerinnen und Würzburger, ihre Türen und Herzen ebenfalls zu öffnen und zu zeigen, wie gastfreundlich unsere Stadt ist. Damit alle, die nach Würzburg kommen wollen, hier auch eine Unterkunft finden.“</p><p>Dr. Susanne Weizendörfer, Regierungspräsidentin von Unterfranken, betonte die Bedeutung der unterfränkischen Kommunen für das Gelingen der Privatquartierkampagne. „Als Regierungspräsidentin von Unterfranken wende ich mich an alle Kommunen unseres Regierungsbezirks, insbesondere an jene mit guter Nahverkehrsanbindung nach Würzburg, die Privatquartierkampagne zu unterstützen. Teilen Sie Informationen zur Kampagne über eigene Kommunikationskanäle und motivieren Sie zum Mitmachen. Ich denke an Mitteilungen in Gemeindezeitungen, Posts auf Social-Media-Kanälen oder Hinweise auf kommunalen Webportalen beziehungsweise. Internetauftritten. Zeigen wir gemeinsam, dass Würzburg und Unterfranken die Gastfreundschaft im Herzen tragen.“</p><p>Bischof Dr. Franz Jung verwies auf die lange Tradition der Privatquartiere nicht nur bei Katholikentagen, sondern auch bei den Wallfahrten in Unterfranken. „Ich wünsche mir, dass diese Tradition auch zum Katholikentag in einer großen Zahl an Privatquartieren zum Tragen kommt.“ Aus seiner eigenen Erfahrung als Wallfahrer sei er sich sicher, dass das Bereitstellen eines Quartieres auch den Gastgeberinnen und Gastgebern zum Segen werde. „Denn Sie teilen mit den Gästen nicht nur Ihr Dach, sondern auch Ihr Leben und den Schatz gemeinsamer Erfahrungen.“</p><p>Pia Dusella, Leiterin des Teilnahmeservice des Katholikentags, äußerte sich sehr erfreut, dass sich bereits 100 Gastgebende aus Kirchengemeinden des Bistums für ein Quartier gemeldet hätten. „Wir hoffen sehr, dass sich dieser gastfreundliche Trend fortsetzt, zumal die Hotelzimmer in Würzburg knapp werden. Als Dank erhalten alle, die ein Quartier zur Verfügung stellen, zwei Tageskarten.”</p><p>Anja Mantel, stellvertretende Vorsitzende des Würzburger Diözesanrats der Katholiken, ist bereits mit vielen Menschen im Gespräch. „Natürlich braucht es Mut, fremde Menschen einfach ins Haus zu lassen. Manche fürchten, den Ansprüchen als Gastgeber nicht genügen zu können. Dabei sind die gar nicht groß.“ Oftmals reiche schon ein Platz für die Isomatte oder ein Sofa. „Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass durch solche Begegnungen sogar jahrelange Freundschaften entstehen können.“</p><p>Das kann sich auch Heike Mix, Kabarettistin und Mitarbeiterin im Sozialreferat der Stadt, gut vorstellen. „Ich habe ein Privatquartier angemeldet und bin schon neugierig auf die Menschen, die der Katholikentag in die Stadt bringt. Wenn sie die Vorzüge einer privaten Unterkunft genießen können, finde ich das sehr gut.“ Sie freue sich schon auf ihre Gäste, betonte Mix.</p><p>Dass der Katholikentag für Würzburg als touristische Region eine Chance bietet, betonte die Fränkische Weinkönigin Antonia Kraiß. Sie appelliert an die Winzerinnen und Winzer der Weinbauregion, Gästequartiere auf den Weingütern zur Verfügung zu stellen: „Nur gemeinsam gelingt es uns, zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten zu schaffen und allen Gästen unvergessliche Tage in unserer einzigartigen Weinkulturlandschaft zu bereiten. Mit Offenheit, Herzlichkeit und vielleicht auch einem Glas Frankenwein freuen wir uns auf gute Begegnungen.“</p><p>Begegnung steht auch für Jannik Feidel, Co-Trainer bei den Würzburger Kickers und Pfarrgemeinderatsvorsitzender in Escherndorf im Landkreis Kitzingen, im Vordergrund. „Sport und Kirche haben viele Berührungspunkte, nirgendwo sonst können sich Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund so gut begegnen wie im Stadion oder in der Kirche. Gerade unter den Fußballfans und den vielen Familien im Breiten- und Leistungssport der Kickers werden sich garantiert Menschen finden, die bereit sind, die Gäste des Katholikentags aufzunehmen. Deshalb setze ich darauf, dass der Katholikentag Würzburg die 2000er-Marke reißt.“</p><p>Feidel, Kraiß und Mix werden in den nächsten Monaten den Katholikentag bei der Suche nach Privatquartieren als Botschafterinnen und Botschafter unterstützen.</p><p>Wer ein Quartier anmelden möchte: Nähere Informationen gibt es unter katholikentag.de/gastgeben. Hier können Privatquartiere gemeldet werden. Alternativ geht das auch über den Anmeldezettel in Papierform, der in vielen Gemeinden und Pfarreien ausliegt, unter Telefon 0931/87093004 oder E-Mail&nbsp;<a href="mailto:betten@katholikentag.de">betten@katholikentag.de</a>.</p><p>Katholikentage werden vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken, das die katholische Zivilgesellschaft in Deutschland vertritt, veranstaltet. Der nächste findet vom 13. bis 17. Mai 2026 unter dem Leitwort „Hab Mut, steh auf!” in Würzburg statt. Neben vielfältigen Gottesdiensten und einem ausgiebigen Kulturprogramm geht es in den fünf Tagen um aktuelle Fragen aus Politik, Kirche und Gesellschaft. Katholikentage finden in der Regel alle zwei Jahre an wechselnden Orten statt, zuletzt in Erfurt (2024), Stuttgart (2022) und Münster (2018).</p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-68742</guid><pubDate>Mon, 17 Nov 2025 16:01:19 +0100</pubDate><title>Schwerpunktthema „Pfarrgemeinderat“</title><link>https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/detail/ansicht/schwerpunktthema-pfarrgemeinderat-2/</link><description>Neue Ausgabe der Zeitschrift „Gemeinde creativ“ erscheint am 24. November – Interviews mit Pfarrgemeinderäten, Einsatz von KI sowie Tipps für die Kandidatensuche</description><enclosure url="https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/fileadmin/_processed_/3/9/csm_GC_06_2025_-_Titel_web_6b8e9cbb8f.jpg" length="762174" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg&nbsp;</strong>(POW) Was bleibt nach vier Jahren Arbeit im Pfarrgemeinderat? Die neue Ausgabe der Zeitschrift „Gemeinde creativ“ für November/Dezember 2025 mit dem Titel „Ein Blick zurück. Unsere Zeit im Pfarrgemeinderat“ blickt auf Erfahrungen aus den Pfarreien, Veränderungen im Ehrenamt und Perspektiven für die kommende Wahlperiode. Sie erscheint am Montag, 24. November. „Pfarrgemeinderatsarbeit ist kein Wellnessprogramm, sondern ein Ort, an dem Verantwortung konkret wird – manchmal mit Applaus, manchmal mit Kritik“, schreibt Redaktionsleiter Hannes Bräutigam im Vorwort. Trotz aller Mühen lohne der Blick zurück: Pfarrgemeinderäte hätten Gemeinden durch unsichere Zeiten getragen, Brücken gebaut und Verantwortung übernommen. „Wer dabei war, weiß: Es war nicht immer bequem, manchmal sogar nervig – aber ohne sie sähe Kirche vor Ort ziemlich alt aus.“</p><p>Die Amtsperiode 2022 bis 2026 sei von Anfang an besonders gewesen. „Corona steckte uns noch in den Knochen, manche verabschiedeten sich ins ,kirchliche Homeoffice auf unbestimmte Zeit‘. Andere stürzten sich frisch ins Abenteuer – mit der Naivität, die es wohl braucht, um sich zwischen Bauausschuss und Beerdigungsdienst nicht gleich entmutigen zu lassen.“</p><p>In den vergangenen vier Jahren sei deutlich geworden, dass sich das Ehrenamt verändere. Weg vom „lebenslangen Dienst“, hin zu projektbezogenem Engagement: „Viele wollen gestalten, nicht nur abnicken.“ In Wahrheit seien Pfarrgemeinderäte längst Orte, an denen Synodalität vor Ort eingeübt werde: zuhören, streiten, lachen, manchmal sogar beschließen. Auch künstliche Intelligenz habe inzwischen ihren Platz – für Sitzungsprotokolle und Pfarrfestankündigungen. Doch die besten Ideen entstünden weiterhin im echten Gespräch. „Wer schon einmal erlebt hat, wie eine KI eine Laudatio formuliert, weiß: Menschlicher Witz ist schwer zu ersetzen.“</p><p>Im Schwerpunktteil geht es unter anderem um „Pfarrgemeinderäte im Wandel. Rückblick auf die PGR-Periode und Ausblick“, „Pfarrgemeinderäte in Zeiten des Mangels“, einen bedachten Einsatz von KI sowie praxisnahe Bausteine für geistliche Einstiege, Social Media, Anerkennungskultur und Kandidatensuche. Zudem informiert Florian Liebler, Geschäftsführer des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Würzburg, unter der Überschrift „Zwischen Main und Weinbergen“ über den 104. Deutschen Katholikentag vom 13. bis 17. Mai 2026 in Würzburg. Ein weiterer Beitrag stellt die Adveniat-Weihnachtsaktion 2025 unter dem Motto „Rettet unsere Welt – Zukunft Amazonas“ vor. Unter der Überschrift „Anderswo sind die Kirchen voll“ berichten bayerische Katholiken über das Pfarreileben in Kroatien, Polen und Ungarn.</p><p>„Gemeinde creativ“ ist eine Zeitschrift des Landeskomitees der Katholiken in Bayern und erscheint sechsmal jährlich. Die Publikation richtet sich vorwiegend an die Ehrenamtlichen in den Pfarrgemeinden, an die Räte und Verbände sowie an alle, die an einer lebendigen Kirche Interesse haben und sich dafür einsetzen. Interessenten an einem kostenlosen Printabonnement wenden sich an die E-Mail-Adresse&nbsp;<a href="mailto:gemeinde-creativ@landeskomitee.de">gemeinde-creativ@landeskomitee.de</a>. Auch auf der Homepage&nbsp;<a href="http://www.gemeinde-creativ.de/" target="_blank" rel="noreferrer">www.gemeinde-creativ.de</a>&nbsp;können alle Beiträge aus dem Heft kostenfrei und ohne Registrierung gelesen werden.</p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-68028</guid><pubDate>Mon, 13 Oct 2025 10:09:30 +0200</pubDate><title>„Neue Perspektiven durch die breite Beteiligung“</title><link>https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/detail/ansicht/neue-perspektiven-durch-die-breite-beteiligung-1/</link><description>Ordinariatsrat Lutz zieht Zwischenbilanz zum Strategieprozess ‒ Lob und Kritik an Bistum künftig über zentrale Rückmeldestelle möglich ‒ Prävention von sexualisierter Gewalt trägt Früchte ‒ Katholikentag sucht Privatquartiere und Helfende</description><enclosure url="https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/fileadmin/_processed_/b/1/csm_4225_1046_Dioezesanrat_Samstag_62935_4b42fd2b9c.jpg" length="123801" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg&nbsp;</strong>(POW) Auf einem guten Weg ist nach den Worten von Ordinariatsrat Bernhard Lutz, Leiter der Stabsstelle Strategie, der Strategieprozess im Bistum Würzburg. Nach der ersten Runde in den vergangenen Jahren seien erste konkrete Ergebnisse in der Umsetzung. Übergreifende Themen seien identifiziert und die Bearbeitung geplant. „Vor allem aber haben wir neue Perspektiven durch die breite Beteiligung gewonnen“, erklärte Lutz am Samstag, 11. Oktober, bei der Herbstvollversammlung des Diözesanrats der Katholiken im Würzburger Exerzitienhaus Himmelspforten. Der Strategieprozess gehe weiter. Derzeit erarbeiteten 52 Personen in zehn Arbeitsgruppen 67 Vorschläge für unterschiedliche Handlungsfelder. Eine konkrete Frucht sei eine neue zentrale Anlaufstelle für Lob und Kritik, die demnächst an den Start gehe.</p><p>Christoph Brod, Referent des Generalvikars, erklärte, damit wolle das Bistum als Organisation lernen und beispielsweise organisatorische Fehlerquellen schnell beheben. Das Bearbeiten von Rückmeldungen werde standardisiert unter Federführung des Generalvikariats erfolgen. Nach einer Eingangsbestätigung erfolge die Bearbeitung. „Spätestens nach drei Wochen werden Sie eine Rückmeldung erhalten, bei komplexeren Sachverhalten, die zum Beispiel eine juristische Einordnung erfordern, kann das unter Umständen nach dieser Zeit auch nur eine Zwischenmeldung sein.“ Neben definierten Personen aus den Hauptabteilungen des Bischöflichen Ordinariats und den Stabsstellen Kanzlei und kirchliches Recht gibt es auch pro Dekanat eine Person, die Anliegen aus den Pastoralen Räumen bearbeitet. „Meldungen, die Bereiche wie sexualisierte Gewalt, Missbrauch geistlicher Autorität, Meldungen von Whistleblowern (beispielsweise bei Verdacht auf finanzielle Straftaten) oder Konflikte in den Gemeinden betreffen, werden an die entsprechenden, zum Teil externen, Fachstellen weitergeleitet.“</p><p>Zudem läuft nach den Worten Brods aktuell das Überführen von katholischen Kindertageseinrichtungen in Trägerschaft örtlicher Kirchenstiftungen in Trägerschaft bei den Stadt- beziehungsweise Kreis-Caritasverbänden. Derzeit gebe es im Bistum insgesamt 79 Kirchenstiftungen, die 89&nbsp;Kindertageseinrichtungen betreiben. Die damit verbundene Personal- und Finanzverantwortung bringe vielfach die Kirchenstiftungen an die Grenzen dessen, was im Ehrenamt leistbar sei. „35&nbsp;Kirchenstiftungen haben sich daher schon an uns gewandt und darum gebeten, die Trägerschaft an die Caritas abgeben zu können, mit acht weiteren laufen derzeit noch Gespräche. 20&nbsp;Kirchenverwaltungen haben sich nicht zurückgemeldet, 26 sehen derzeit keinen Handlungsbedarf zur Abgabe der jeweiligen Kitas.“</p><p>Einen weiteren Zwischenbericht zu ihrer Tätigkeit gab Kerstin Schüller, Leiterin der Stabsstelle Aufarbeitung, Prävention und Intervention, den Delegierten des Diözesanrats. „Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs im Bistum&nbsp;Würzburg&nbsp;(UKAM) hat uns in diesem Jahr in ihrem Gutachten ein gutes Zeugnis für die Prävention erteilt.“ Es sei aber wichtig, nicht nachzulassen in der Anstrengung, sexualisierte Gewalt zu verhindern. Deswegen müssten im Bistum nicht nur Haupt-, sondern auch Ehrenamtliche alle fünf Jahre ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Sie wisse, dass die Anforderungen seitens des Bistums bei manchen Ehrenamtlichen als Verdächtigung, übermäßige Bürokratie und gewaltiger Aufwand ankomme. „Ich kann aber immer wieder nur dafür werben. Persönlich könnte ich es mir nicht verzeihen, wenn jemand mit einem Eintrag im erweiterten Führungszeugnis bei uns arbeiten würde.“ Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran unterstrich, dass die Präventionsschulungen aller Haupt- und Ehrenamtlichen in ganz Unterfranken die Auseinandersetzung mit dem Thema „sexuelle Gewalt“ auf allen Ebenen zum Ziel haben. „Dadurch sensibilisieren wir in großem Umfang. Und das ist der beste Schutz.“</p><p>Nähere Details zum&nbsp;<a href="http://www.katholikentag.de/" target="_blank" rel="noreferrer">104. Deutschen Katholikentag&nbsp;</a>vom 13. bis zum 17. Mai 2026 in Würzburg hatte Domkapitular Albin Krämer, Bischofsvikar für den Katholikentag, für den Diözesanrat im Gepäck. So seien aktuell rund 700 Veranstaltungen an etwa 50 verschiedenen Orten quer über die Stadt verteilt geplant. Bei rund 40 Podien gehe es um ein Spektrum an kirchlichen und gesellschaftlichen Themen, unter den dort vertretenen Referenten seien hochrangige Politikerinnen und Politiker sowie Personen des öffentlichen Lebens. Auf der Kirchenmeile an der Leonhard-Frank-Promenade zwischen Alte Mainbrücke und Friedensbrücke warteten mehr als 300 kirchliche Organisationen und Institutionen aus ganz Deutschland auf Besucher. „Beim Abend der Begegnung am 13. Mai sind die Regionen des Bistums unter der Überschrift ,Kultur und Kulinarik' vertreten“, warb Krämer. Dieser Programmpunkt in der Innenstadt sei wie die zahlreichen Konzerte am Unteren Markt und dem Residenzplatz sowie die zentralen Gottesdienste auf dem Residenzplatz ohne Ticket zugänglich. Christina Kaupp und Luisa Geisler von der Geschäftsstelle des Katholikentags warben um Privatquartiere und suchten Helfende, die bei der Organisation der Großveranstaltung mit anpacken. Gesucht werden private Gastgeber im Radius von einer Stunde um Würzburg, die Übernachtungsmöglichkeiten für Katholikentagsbesucher bieten. Das könne ein Platz für Schlafsack und Isomatte, ein Zeltplatz im Garten, ein Stellplatz für ein Wohnmobil oder eben ein oder mehrere Betten sein. Oft entstünden auf diese Weise spannende Begegnungen. „Als kleine Anerkennung erhalten Sie als Gastgeber zwei Tagestickets für den Katholikentag“, erklärte Kaupp. Die Anmeldung als Gastgeber ist unter&nbsp;<a href="http://katholikentag.de/gastgeben" target="_blank" rel="noreferrer">katholikentag.de/gastgeben</a>&nbsp;online möglich. Wer sich als helfende Hand engagieren möchte, beispielsweise bei Großveranstaltungen wie den Gottesdiensten, an Infoständen, als Fahrbereitschaft oder beim Lenken der Besucherströme, kann sich unter&nbsp;<a href="https://www.katholikentag.de/helfen" target="_blank" rel="noreferrer">https://www.katholikentag.de/helfen</a>&nbsp;registrieren.</p><p class="text-right"><i>mh (POW)</i></p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-68027</guid><pubDate>Mon, 13 Oct 2025 10:04:01 +0200</pubDate><title>„Hüter der Flamme, nicht der Asche“</title><link>https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/detail/ansicht/hueter-der-flamme-nicht-der-asche-1/</link><description>Diözesanratsvorsitzender Wolf warnt vor Aufweichung des Lebensschutzes und mahnt gesellschaftliche Solidarität an ‒ Bischof Jung: Neuer Diözesanpastoralrat stärker synodal ausgerichtet</description><enclosure url="https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/fileadmin/_processed_/7/2/csm_4225_1045_Freitag_Dioezesanrat_62926_663b3b191b.jpg" length="55105" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg&nbsp;</strong>(POW) Zu politischer Verantwortung, gesellschaftlichem Zusammenhalt und kirchlicher Offenheit hat Diözesanratsvorsitzender Dr. Michael Wolf, Vorsitzender des höchsten Laiengremiums im Bistum Würzburg, aufgerufen. In seinem „Bericht zur Lage“ bei der Herbstvollversammlung vor rund 90&nbsp;Delegierten im Würzburger Exerzitienhaus Himmelspforten warnte er am Freitag, 10. Oktober, insbesondere vor einer Aufweichung des gesetzlichen Lebensschutzes und plädierte für eine stärkere Unterstützung von Familien und sozial Schwachen. Bischof Dr. Franz Jung erklärte in seinem Wort an die Delegierten, der künftige Diözesanpastoralrat solle wie bisher in wechselseitiger Solidarität und Loyalität die Diözese Würzburg repräsentieren. Neu sei aber die Verbindlichkeit der Ergebnisse, die Wahl der Delegierte und die synodale Arbeitsweise.</p><p>Mit Blick auf die aktuelle Diskussion um eine Reform des Paragraphen 218 betonte Wolf, der Schutz menschlichen Lebens sei ein unverrückbarer Wert. „Eine Änderung oder Aufweichung der bestehenden Gesetzeslage würde das Leben weniger schützen und die Gesellschaft erneut spalten“, sagte er. Die derzeitige Regelung habe sich nach jahrzehntelangen Debatten bewährt. Eine Rückkehr zu liberaleren Fristenlösungen wie in der DDR sei nicht erstrebenswert. Statt juristischer Neuregelungen brauche es mehr gesellschaftliche Unterstützung für Familien und Alleinerziehende, damit Kinder kein Armutsrisiko darstellen. „Kinder sind unsere Zukunft“, betonte Wolf.</p><p>In seiner Analyse gesellschaftlicher Entwicklungen kritisierte der Diözesanratsvorsitzende die politischen Auseinandersetzungen um das Bürgergeld und mahnte zu einem ausgewogenen Blick. Wer Hilfe brauche, müsse diese auch erhalten, betonte Wolf: „Das Infragestellen von Unterstützung aufgrund möglichen Missbrauchs ist nicht redlich.“ Zugleich forderte er Reformen, die sich stärker am Menschen orientieren als an Institutionen. Eine gerechte Sozialpolitik müsse denjenigen ein würdiges Leben ermöglichen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht am Erwerbsleben teilhaben können.</p><p>In Bezug auf die Gesundheitspolitik äußerte Wolf Sorge über den Ärztemangel in ländlichen Regionen. Trotz hoher Studierendenzahlen in der Medizin fehle es an Hausärzten. Klinikschließungen verschärften die Situation zusätzlich. Reformen müssten regionaler gedacht werden, sagte er, und warnte vor unsozialen Maßnahmen wie einer Praxisgebühr: „Das trifft die mit niedrigem Einkommen über Gebühr.“</p><p>Auch zur Künstlichen Intelligenz nahm Wolf Stellung. Sie sei kein Heilsbringer, aber auch keine Bedrohung. „KI ist ein Werkzeug, keine Gefahr“, sagte er. Wichtig seien klare Regeln, um Urheberrechte und den Schutz geistigen Eigentums zu sichern.</p><p>Kirchenpolitisch lobte Wolf das besonnene Auftreten des neuen Papstes, äußerte jedoch Kritik an dessen Zurückhaltung gegenüber queeren Personen. „Die Aufgabe des Christentums ist Integration, nicht Segregation“, sagte er. Segensfeiern für gleichgeschlechtliche Paare sollten nicht übermäßig reglementiert werden. Die Kirche müsse sich dem gesellschaftlichen Wandel stellen: „Wir sind die Hüter der Flamme, nicht der Asche.“</p><p>Bischof Jung betonte gegenüber dem Diözesanrat, die Kontrolle von Macht geschehe nach dem Prinzip der Synodalität nicht durch Aufsicht, sondern durch Transparenz, Rechenschaft und Evaluation. Der Diözesanpastoralrat solle die Anliegen aller Getauften und Gefirmten im Blick haben, „auch wenn sie diese nicht selbst vortragen können“. Dem Gremium gehören künftig neben dem Bischof Vertreter von Diözesanleitung, Priesterrat, Diözesanrat, Vertreterversammlung des Diözesan-Caritasverbands, Orden und Gruppen der Mitarbeitenden an. Besonders zu berücksichtigen seien die Anliegen von Menschen, die wegen gesundheitlicher Beeinträchtigungen, Pflichten in der Betreuung von kranken Angehörigen oder anderer Gründe nur begrenzt Möglichkeit haben, an synodalen Prozessen teilzunehmen. Auch müsse eine stärkere Beteiligung von Frauen, jungen Menschen sowie Menschen am Rande der Gesellschaft gefördert werden.</p><p>„Das Beraten und Entscheiden im Diözesanpastoralrat zielt auf das Erreichen weitreichender Konsense, die Parteilichkeiten verhindern oder überwinden“, erklärte Bischof Jung. Wenn das Gremium einen Beschluss fasse, werde dieser vom Bischof in Kraft gesetzt. Wo es zu keiner Einigung zustande komme, greife das sogenannte Konsentverfahren. Dieses ziele darauf, eine Lösung zu finden, gegen die keine Seite gravierende Einwände vorbringe. Falls auch dieses Verfahren zu keiner Lösung führe, könne der Bischof in begründeten Ausnahmefällen auch ohne Zustimmung des Diözesanpastoralrats eine Entscheidung treffen.</p><p>Zum Abschluss des Tages referierte Professor Dr. Martin Stuflesser, Inhaber des Würzburger Lehrstuhls für Liturgiewissenschaft, aus Anlass von 50 Jahren Würzburger Synode und 60 Jahren Zweites Vatikanisches Konzil über „Treue in lebendigem Wandel ‒ ein Blick zurück nach vorn“ (eigener Bericht folgt). Bischof Dr. Franz Jung gestaltete im Anschluss die Abendandacht in der Kilianskapelle des Exerzitienhauses.</p><p class="text-right"><i>mh (POW)</i></p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-67953</guid><pubDate>Wed, 08 Oct 2025 13:57:04 +0200</pubDate><title>Herbstvollversammlung des Diözesanrats in Würzburg</title><link>https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/detail/ansicht/herbstvollversammlung-des-dioezesanrats-in-wuerzburg-1/</link><description>Würzburg (POW) Zu seiner Herbstvollversammlung trifft sich der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Würzburg am Freitag, 10., und Samstag, 11. Oktober, im Würzburger Exerzitienhaus Himmelspforten.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Rund 90 Delegierte haben sich zu der Veranstaltung angemeldet. Auf dem Programm steht unter anderem ein Festakt zu 50 Jahren Ende der Würzburger Synode sowie 60 Jahren Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils. Außerdem informiert Kerstin Schüller, Leiterin der Stabsstelle Aufarbeitung, Prävention und Intervention, über das weitere Vorgehen zur Prävention sexuellen Missbrauchs im Bistum. Darüber hinaus gibt es unter anderem aktuelle Informationen zum Strategieprozess, den Bericht des Vorsitzenden Dr. Michael Wolf zur Lage und ein Wort von Bischof Dr. Franz Jung.</p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-67549</guid><pubDate>Mon, 29 Sep 2025 00:01:00 +0200</pubDate><title>Jenseits</title><link>https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/detail/ansicht/jenseits/</link><description>Das neue Gemeinde creativ-Magazin blickt auf Jenseitsvorstellungen zwischen Bibel, Volksglauben und moderner Kunst. Es bietet Impulse für Seelsorge, Bildungsarbeit und Liturgie – und lädt dazu ein, über Hoffnung, Ewigkeit und Verantwortung ins Gespräch zu kommen. Lesen Sie dazu mehr in der neuen Ausgabe von Gemeinde creativ ab dem 29. September unter www.gemeinde-creativ.de.  </description><content:encoded><![CDATA[<p><span style="letter-spacing:-0.1pt"><span style="line-height:0.42cm"><font color="#000000"><font face="Calluna-Regular, sans-serif"><span style="font-size:10pt"><font color="#000000"><font face="Calibri, sans-serif"><span style="font-size:11pt">Was kommt danach? Nichts – eigentlich müsste das in einer zunehmend areligiösen Gesellschaft die folgerichtige Antwort sein. Doch was macht diese Antwort mit uns, mit unserem Verständnis von Sinn und Wahrheit, mit unserer Sehnsucht nach etwas, das für immer gültig und bleibend ist, selbst wenn das Universum in seine Einzelteile zerbirst? </span></font></font></span></font></font></span></span></p><p><span style="letter-spacing:-0.1pt"><span style="line-height:0.42cm"><font color="#000000"><font face="Calluna-Regular, sans-serif"><span style="font-size:10pt"><font color="#000000"><font face="Calibri, sans-serif"><span style="font-size:11pt">Wer über das Jenseits nachdenkt, schaut unweigerlich auch auf das Diesseits. Die christliche Tradition kennt hier keinen billigen Trost, sondern eine tiefe Hoffnung: dass Gott alles zum Guten führt, dass Liebe und Gerechtigkeit Bestand haben. Nicht wir sollen uns mühen, in den Himmel zu kommen – vielmehr soll der Himmel schon jetzt in unsere Welt hineinwirken: durch Liebe, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit.</span></font></font></span></font></font></span></span></p><p><span style="letter-spacing:-0.1pt"><span style="line-height:0.42cm"><font color="#000000"><font face="Calluna-Regular, sans-serif"><span style="font-size:10pt"><font color="#000000"><font face="Calibri, sans-serif"><span style="font-size:11pt">Apokalyptische Texte der Bibel werden oft missverstanden. Sie sind keine Drohkulissen, sondern Ausdruck einer unbändigen Sehnsucht nach Veränderung. Sie machen spürbar, was nicht gut ist, und werfen ein Licht auf das, was werden soll: eine Welt, in der kein Leid und keine Ungerechtigkeit mehr herrschen.</span></font></font></span></font></font></span></span></p><p><span style="letter-spacing:-0.1pt"><span style="line-height:0.42cm"><font color="#000000"><font face="Calluna-Regular, sans-serif"><span style="font-size:10pt"><font color="#000000"><font face="Calibri, sans-serif"><span style="font-size:11pt">Auch die christliche Hoffnung auf Vollendung ist kein Grund zur Furcht. Sie lebt vom Vertrauen darauf, dass Gott niemanden gleichgültig lässt. Am Ende steht Versöhnung, nicht Vergeltung. Es geht darum, was schon jetzt zählt: gelebte Beziehungen, Gerechtigkeit, Liebe.</span></font></font></span></font></font></span></span></p><p><span style="letter-spacing:-0.1pt"><span style="line-height:0.42cm"><font color="#000000"><font face="Calluna-Regular, sans-serif"><span style="font-size:10pt"><font color="#000000"><font face="Calibri, sans-serif"><span style="font-size:11pt">Besonders berührend bringt das das bayerische Volksstück vom „Brandner Kaspar“ zum Ausdruck. Ein listiger Büchsenmacher und Jäger trickst den Tod aus, gewinnt Zeit – und findet am Ende im Himmel seine große Liebe wieder. Regisseur Philipp Stölzl beschreibt im Interview das Theater als einen Raum, der wie die Kirche Fragen nach Leben und Tod stellt, zum Lachen, Weinen und Nachdenken einlädt.</span></font></font></span></font></font></span></span></p><p><span style="letter-spacing:-0.1pt"><span style="line-height:0.42cm"><font color="#000000"><font face="Calluna-Regular, sans-serif"><span style="font-size:10pt"><font color="#000000"><font face="Calibri, sans-serif"><span style="font-size:11pt">Und was tun, wenn Worte an ihre Grenzen stoßen? Kunst kann hier Brücken bauen. Bilder machen das Unsichtbare sichtbar, öffnen Räume für persönliche Fragen, Zweifel, Sehnsucht. Sie schaffen Momente der Stille, in denen wir ahnen können, was „ewiges Leben“ bedeutet.</span></font></font></span></font></font></span></span></p><p><span style="letter-spacing:-0.1pt"><span style="line-height:0.42cm"><font color="#000000"><font face="Calluna-Regular, sans-serif"><span style="font-size:10pt"><font color="#000000"><font face="Calibri, sans-serif"><span style="font-size:11pt">Das Jenseits bleibt ein Geheimnis. Aber es lähmt nicht – es ruft in die Verantwortung: Wie lebe ich jetzt, wie gestalte ich meine Beziehungen, wie bleibe ich offen für das, was größer ist als ich selbst? Diese Ausgabe möchte dazu Anregungen geben und die Arbeit in der Pfarrei mit Impulsen, Ideen und Gesprächsanlässen bereichern.</span></font></font></span></font></font></span></span></p><p><i>Gemeinde creativ</i> ist eine Zeitschrift des Landeskomitees der Katholiken in Bayern und erscheint sechsmal jährlich. Das <i>Magazin für engagierte Katholiken</i> richtet sich vorwiegend an die Ehrenamtlichen in den Pfarrgemeinden, an die Räte und Verbände, und an alle, die an einer lebendigen Kirche Interesse haben und sich dafür einsetzen. Bei Interesse an einem kostenfreien Printabonnement wenden Sie sich gerne an <font color="#e2d700"><u><a href="mailto:gemeinde-creativ@landeskomitee.de">gemeinde-creativ@landeskomitee.de</a></u></font>. Auf der Homepage <font color="#e2d700"><u><a href="http://www.gemeinde-creativ.de/" target="_blank" rel="noreferrer">www.gemeinde-creativ.de</a></u></font> können alle Beiträge aus dem Magazin kostenfrei und ohne Registrierung gelesen werden. Es lohnt sich, regelmäßig dort vorbeizuschauen.</p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-66779</guid><pubDate>Mon, 28 Jul 2025 00:01:00 +0200</pubDate><title>Ein Hof voller Frieden</title><link>https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/detail/ansicht/ein-hof-voller-frieden/</link><description>Der Friedhof ist mehr als ein Ort der letzten Ruhe. Er spiegelt gesellschaftliche Veränderungen wider und zeigt, wie wir heute mit Sterben, Tod und Trauer umgehen. Die aktuellen Entwicklungen in der Bestattungskultur stellen Pfarrgemeinden vor neue Herausforderungen, eröffnen aber auch Chancen zur Erneuerung und Vertiefung pastoraler Angebote. Lesen Sie dazu mehr in der neuen Ausgabe von Gemeinde creativ ab dem 28. Juli unter www.gemeinde-creativ.de.  </description><content:encoded><![CDATA[<p><span style="line-height:100%">Nur zwei Dinge auf dieser Welt sind sicher, die Steuer und der Tod. Der Tod sorgt für etwas, das die Steuererklärung in der Regel nicht schafft – er sorgt für den eigenen Frieden. Der Friedhof ist mehr als ein Ort der letzten Ruhe. Er spiegelt gesellschaftliche Veränderungen wider und zeigt, wie wir heute mit Sterben, Tod und Trauer umgehen.</span></p><p><span style="line-height:100%">Heute wählen immer mehr Menschen individuelle Abschiede, die auf persönliche Bedürfnisse und Wünsche abgestimmt sind. Die klassische kirchliche Bestattung weicht oft freien, persönlichen Trauerfeiern, begleitet von unabhängigen Trauerrednern, die Raum für authentische, individuelle Erinnerung schaffen. Diese Entwicklung zeigt, wie wichtig Nähe und persönliche Zuwendung in der Trauerbewältigung geworden sind.</span></p><p><span style="line-height:100%">Gleichzeitig wächst das Interesse an alternativen Bestattungsformen wie Waldbestattungen, Urnenfeldern oder Kolumbarien. Diese Vielfalt verlangt von kirchlichen und kommunalen Friedhöfen, flexibler und offener für neue, zeitgemäße Lösungen zu werden: Pflegeleichte Gemeinschaftsanlagen oder naturnahe Bereiche.</span></p><p><span style="line-height:100%">Die zunehmende Zahl der Kremierungen stellt zudem traditionelle Vorstellungen auf die Probe und fordert Kirchen heraus, ihre Positionen zu überdenken und pastorale Antworten zu entwickeln. Doch unabhängig von der Form der Bestattung bleibt die christliche Botschaft der Auferstehung ein wesentlicher Trost, den Kirchen glaubwürdig vermitteln können und sollten.</span></p><p><span style="line-height:100%">Darüber hinaus bringen technologische Entwicklungen wie das digitale Weiterleben durch KI-Systeme („Ghostbots“) ethische und theologische Herausforderungen mit sich. Sie hinterfragen tiefgreifend unsere Vorstellungen von Tod, Erinnerung und Identität. Auch hier ist eine klare Positionierung nötig, um trauernde Menschen verantwortungsvoll zu begleiten.</span></p><p><span style="line-height:100%">Letztlich sind Friedhöfe Orte der Begegnung mit dem Unvermeidlichen, aber auch Räume für Trost, Erinnerung und Hoffnung. Ihre Gestaltung und Nutzung zeigen, wie wir als Gesellschaft und Kirche Trauer ernst nehmen, Abschied ermöglichen und gleichzeitig neue Perspektiven für die Zukunft eröffnen.</span></p><p><span style="line-height:100%">In dieser Ausgabe entdecken Sie vielfältige Perspektiven auf den Wandel der Bestattungskultur, Impulse für pastorale Antworten und konkrete Anregungen zur Gestaltung zukunftsfähiger Friedhöfe.</span></p><p><i>Gemeinde creativ</i> ist eine Zeitschrift des Landeskomitees der Katholiken in Bayern und erscheint sechsmal jährlich. Das <i>Magazin für engagierte Katholiken</i> richtet sich vorwiegend an die Ehrenamtlichen in den Pfarrgemeinden, an die Räte und Verbände, und an alle, die an einer lebendigen Kirche Interesse haben und sich dafür einsetzen. Bei Interesse an einem kostenfreien Printabonnement wenden Sie sich gerne an <font color="#e2d700"><u><a href="mailto:gemeinde-creativ@landeskomitee.de">gemeinde-creativ@landeskomitee.de</a></u></font>. Auf der Homepage <font color="#e2d700"><u><a href="http://www.gemeinde-creativ.de/" target="_blank" rel="noreferrer">www.gemeinde-creativ.de</a></u></font> können alle Beiträge aus dem Magazin kostenfrei und ohne Registrierung gelesen werden. Es lohnt sich, regelmäßig dort vorbeizuschauen.</p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-66826</guid><pubDate>Thu, 24 Jul 2025 13:49:28 +0200</pubDate><title>Mehrzahl der Veranstaltungsorte des Katholikentags 2026 steht fest</title><link>https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/detail/ansicht/mehrzahl-der-veranstaltungsorte-des-katholikentags-2026-steht-fest-1/</link><description>Programm findet an etwa 40 verschiedenen Orten in Würzburg statt</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg&nbsp;</strong>(POW) An etwa 40 verschiedenen Orten in Würzburg findet von Mittwoch, 13., bis zum Sonntag, 17. Mai 2026, der 104. Deutsche Katholikentag statt. Das christliche Großereignis beginnt mit einer Eröffnungsveranstaltung am Unteren Markt, gefolgt vom Abend der Begegnung in der Würzburger Innenstadt. Am Donnerstag wird der Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt am Residenzplatz gefeiert, auf dem auch Konzerte und der Schlussgottesdienst am Sonntag geplant sind.</p><p>Das Kernprogramm des Katholikentags verteilt sich auf das Gebiet zwischen dem Hauptbahnhof im Norden, dem Sanderring im Süden, der Wörthstraße im Westen und dem Rennweger Ring im Osten. Die großen Podien und biblische Impulse gibt es unter anderem im Congress Centrum, der Hochschule für Musik, der evangelischen Sankt-Johannis-Kirche und der Neubaukirche. Die Kirchenmeile ist am Mainufer zwischen Viehmarkt und Alter Mainbrücke vorgesehen. In der Innenstadt wird es weitere Zelte und Unplugged-Spielorte geben.</p><p>Die verschiedenen Themenbereiche sind unter anderem in der Don-Bosco-Berufsschule, im Congress Centrum, beim Diözesan-Caritasverband, im Hotel Maritim, im Burkardushaus, im Rathaus, in der Hochschule für Musik, in der Sankt-Ursula-Schule, im Matthias-Ehrenfried-Haus, im Kolpinghaus, bei der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG), im Mutterhausareal der Erlöserschwestern, im Juliusspital, im Mainfranken Theater, in der Theaterhalle am Dom und im Augustinerkloster geplant. Gottesdienste finden in den Kirchen in der Innenstadt statt. Darüber hinaus wird es weitere Orte für Veranstaltungen geben. Mit der Stadt Würzburg und den Schulleitungen finden aktuell noch Gespräche zur Nutzung der Schulen in Würzburg statt.</p><p>Katholikentage werden vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken veranstaltet, das die katholische Zivilgesellschaft in Deutschland vertritt. 2026 findet er unter dem Leitwort „Hab Mut, steh auf!” in Würzburg statt. Neben vielfältigen Gottesdiensten und einem ausgiebigen Kulturprogramm geht es in den fünf Tagen um aktuelle Fragen aus Politik, Kirche und Gesellschaft. Katholikentage finden in der Regel alle zwei Jahre an wechselnden Orten statt, zuletzt in Erfurt (2024), Stuttgart (2022) und Münster (2018). </p><p class="text-right"><em>Diese Pressemitteilung wird gleichzeitig vom Katholikentag und vom Bistum Würzburg verschickt.</em></p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-66503</guid><pubDate>Wed, 09 Jul 2025 09:11:07 +0200</pubDate><title>Vier päpstliche Silvesterorden verliehen</title><link>https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/detail/ansicht/vier-paepstliche-silvesterorden-verliehen-1/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung überreicht im Namen von Papst Leo Auszeichnungen an Norbert Baumann, Dr. Harald Ebert, Hans-Georg von Mallinckrodt und Professor Dr. Klaus Reder – Überdurchschnittliches Engagement gewürdigt</description><enclosure url="https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/fileadmin/_processed_/5/a/csm_2825_0723_Silvesterorden_59804_60aca9eb76.jpg" length="111955" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg/Schweinfurt/Gamburg&nbsp;</strong>(POW) Für vielfältiges ehrenamtliches Engagement in der Kirche von Würzburg hat Bischof Dr. Franz Jung am Montagabend, 8. Juli, beim Kiliani-Gottesdienst für Räte und Politiker Norbert Baumann (Schweinfurt), Dr. Harald Ebert (Würzburg), Hans-Georg von Mallinckrodt (Gamburg) sowie Professor Dr. Klaus Reder (Würzburg) im Namen von Papst Leo den päpstlichen Silvesterorden verliehen. „Ihr jeweiliges Engagement verdient unser aller Dank und Anerkennung. Als Bischof ist es mir daher eine große Freude, dass der Heilige Vater meinem Vorschlag entsprochen hat, Ihre Verdienste in besonderer Weise zu würdigen“, sagte der Bischof. Die Geehrten stünden zudem stellvertretend für viele im Bistum.</p><p><strong>Nobert Baumann</strong>&nbsp;prägte den Diözesanrat der Katholiken im Bistum Würzburg ein Vierteljahrhundert lang. Von 1982 bis 2006 gehörte er dem höchsten Laiengremium der Diözese ohne Unterbrechung an, ab 1998 als Vorsitzender. „Es war Ihnen, Herr Baumann, in den vielen Jahren Ihres Wirkens ein Anliegen, der Kirche etwas zurückzugeben, die wiederum Ihnen von Kindesbeinen an viel mitgegeben habe, wie Sie sagten“, erklärte Bischof Jung. Über den Diözesanrat hinaus engagierte Baumann sich im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), von dem er 2023 mit der Franz-Eser-Medaille ausgezeichnet wurde. „Ausschlaggebend hierfür war insbesondere sein intensives Engagement im Verein Donum Vitae Bayern.“ Dieses habe Baumann nie als Ausdruck der Polarisierung verstanden, sondern „stets als konkretes Zeichen der Unterstützung schwangerer Frauen“. Auch auf der Ebene seiner Schweinfurter Heimatpfarrei Maximilian Kolbe habe er sich über Jahre eingebracht, unter anderem als Mitglied von Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung. Stets habe Baumann seine Kompetenzen eingebracht, indem er die Anliegen der Laien gegenüber Kirchenleitung und Öffentlichkeit vertrat. Aufgrund seiner Berufserfahrung als Richter habe er Sitzungen souverän geleitet und in herausfordernden Debatten besonnen und klug abgewägt. „Sie waren meinen Vorgängern insbesondere in juristischen Angelegenheiten eine wertvolle Hilfe.“</p><p>Seit vier Jahrzehnten hat&nbsp;<strong>Dr. Harald Ebert</strong>&nbsp;sich der Bildung und Ausbildung junger Menschen in Unterfranken verschrieben. Seit 2002 leitet er die Caritas-Don Bosco-Berufsschule in Würzburg. „,Seine‘ Schule hat er in herausragender Weise geprägt und zu einer profilierten Einrichtung gestaltet“, würdigte Bischof Jung. Die innovativen Konzepte nähmen stets Maß an den aktuellen Bedarfen junger Menschen, deswegen genieße Eberts Arbeit hohes Ansehen. Davon gebe der Deutsche Schulpreis Zeugnis, der seiner Einrichtung 2015 verliehen wurde. Auch in kirchlichen und kommunalen Gremien und Verbänden sei Ebert ein Fürsprecher der Belange von Kindern, Jugendlichen und Familien. „Sein Engagement umfasst eine große Bandbreite, angefangen beim Amt des Diözesanvorsitzenden der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) über die langjährige Mitarbeit im Diözesanfamilienrat des Familienbunds der Katholiken (FDK) bis hin zum Amt des Sprechers des Würzburger Ombudsrats.“ In allen Facetten seines Wirkens habe er den Menschen in den Mittelpunkt gestellt. Deswegen habe er bei der beruflichen Bildung für junge Menschen mit besonderem Förderbedarf immer abgelehnt, nur die Kosten im Blick zu haben. Mit Fachkompetenz und Verantwortungsbewusstsein habe er Unterstützer und Geldgeber von seinen Ansätzen überzeugt. Die katholische Soziallehre, deren Bedeutung er in fundierten Beiträgen immer wieder herausstellte, sei das Fundament seiner Arbeit. Im Netzwerk der Caritas gelte er als kompetenter, verlässlicher und angesehener Akteur.</p><p>Im Malteser-Orden stellt&nbsp;<strong>Hans-Georg von Mallinckrodt</strong>&nbsp;seit Jahrzehnten seine enge Verbindung zur katholischen Kirche unter Beweis. Dem Malteser-Hilfsdienst gehört er seit 1993 an, im Jahr 1998 erfolgte seine Investitur in den Souveränen Ritterorden. „Im Jahr 2002 wurde er mit der Aufgabe als Diözesanleiter des Malteser-Hilfsdiensts in der Diözese Würzburg betraut, ein Ehrenamt, das er mehr als 21 Jahre intensiv und mit großem Geschick ausübte“, erklärte Bischof Jung. Von Mallinckrodt habe es dabei verstanden, ein breites Spektrum von Diensten zusammenzuhalten und zu leiten, das vom Katastrophenschutz über den Rettungsdienst bis zur Hospizarbeit reichte. „In zahlreichen Herausforderungen erwies er sich den haupt- und ehrenamtlich Engagierten als kompetente Führungskraft.“ Deswegen sei er zur Verabschiedung für den Einsatz für den Malteser-Hilfsdienst mit der Malteser-Verdienstplakette in Silber geehrt worden. Wie der Bischof weiter ausführte, habe von Mallinckrodt sich immer um einen engen Kontakt zur Kirche bemüht. „Stets verstanden Sie das Wirken des Malteserordens in seiner 900-jährigen Tradition als konkreten Ausdruck christlicher Nächstenliebe und wollten dieses Profil auch im Alltag des Hilfsdiensts gewahrt wissen.“</p><p>Für eine lebenswerte fränkische Heimat setzt sich&nbsp;<strong>Professor Dr. Klaus Reder</strong>&nbsp;seit Jahrzehnten ein. In mehr als 25 Jahren habe er durch die Schärfung des Bewusstseins sowohl für christliche Traditionen als auch für das jüdische Kulturerbe Frankens einen profilierten Heimatbegriff entwickelt, der selbstbewusste Rückschau mit Verantwortung für die Zukunft verbinde. Zudem habe Reder sich in vielfältigen kirchlichen Verbänden und Gremien engagiert, unter anderem fast vier Jahrzehnte im Diözesanrat der Katholiken. Von seinem Einsatz für die Heimat zeuge aber nicht zuletzt sein Wirken in der Gemeinschaft Sant‘Egidio seit 1983. „Als langjähriges Mitglied des Würzburger Ortsvorstands hat er nicht zuletzt durch erfolgreiches Fundraising die wertvolle Arbeit der Gemeinschaft für Menschen in Notsituationen mitgetragen und gefördert.“ Überregional sei er zudem 16 Jahre Vertreter seiner Gemeinschaft beim ZdK sowie ein Jahrzehnt lang Mitglied des Weltrats von Sant'Egidio gewesen. „Auf höchster Ebene war er hauptverantwortlich für die deutsche Beteiligung an den Weltfriedenstreffen der Gemeinschaft, zuletzt 2024 in Berlin.“ Reder habe gezeigt, was lebendige Kulturpflege sein könne. Seine wissenschaftlich stets fundierte Auseinandersetzung mit der Vergangenheit habe sich nie im Rückblick erschöpft, sondern sei immer Ausgangspunkt für die Gestaltung der Zukunft gewesen. „Die Vollendung der Bischofsreihe in der Germania sacra – übrigens als einziges deutsches Bistum – ist wesentlich Ihrer Förderung zu verdanken“, betonte Bischof Jung.</p><p class="text-right"><em>mh (POW)</em></p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-66458</guid><pubDate>Mon, 07 Jul 2025 11:19:31 +0200</pubDate><title>Unzufriedenheit mit Gesundheitsversorgung als Gefahr für die Demokratie</title><link>https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/detail/ansicht/unzufriedenheit-mit-gesundheitsversorgung-als-gefahr-fuer-die-demokratie-1/</link><description>Podiumsdiskussion zur medizinischen und pflegerischen Versorgung in Unterfranken bei Kiliani-Vollversammlung des Diözesanrats der Katholiken – Gesundheitsministerin Gerlach: „All-Inclusive-Mentalität kann und wird nicht mehr die Realität der kommenden Jahre sein“</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg&nbsp;</strong>(POW) Im Blick auf die medizinische Versorgung in Zukunft hat Judith Gerlach, bayerische Ministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention (CSU), dafür geworben, mehr Sensibilität dafür zu entwickeln, dass das Gesundheitssystem nicht ausgenutzt werde. Nirgends besuche ein Patient so viele Fachärzte desselben Bereichs wie in Deutschland. „Dieses Ärzte-Hopping als Auswirkung der derzeitigen All-Inclusive-Mentalität kann und wird nicht mehr die Realität der kommenden Jahre sein“, sagte sie am Samstag, 5. Juli, bei einer Podiumsdiskussion. Diese war Teil der Kiliani-Vollversammlung des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Würzburg im Würzburger Burkardushaus. Thema des Gesprächs waren die Sorge und Nöte der medizinischen und pflegerischen Versorgung in Unterfranken. Die Ministerin lobte bei der Gelegenheit die umfangreiche und gute Beratungsarbeit der Kirche. „Es ist wichtig, dass wir auch die pflegenden Angehörigen im Blick haben. Denn die sind oft platt und fertig.“</p><p>Die Würzburger Christliche Sozialethikerin Professorin Dr. Michelle Becka umriss das Thema zuvor mit einem Impulsvortrag. „Ich bin mir bewusst, dass das Thema sehr komplex ist. Es ist also ein wenig so, als wollte ich einen Schrank an die Wand nageln.“ Gesundheit und Gesundheitsversorgung seien Themen, die jeden Menschen existentiell betreffen. „Fragen wie: Bekomme ich einen Arzttermin? Ist die Behandlung gut? Werde ich ortsnah versorgt? bekommen daher schnell eine enorm politische Dimension.“ Das zweite Vatikanische Konzil mahne in seiner Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ unter anderem, den Blick für die Schwächsten der Gesellschaft nicht zu verlieren. Es gelte daher bei jeder Institution zu hinterfragen, ob diese dem ursprünglich beabsichtigten Zweck diene und der Mensch im Mittelpunkt stehe. Im deutschen Gesundheitssystem mit etwa 5,7 Millionen Beschäftigten und 500&nbsp;Milliarden Umsatz pro Jahr gebe es zugleich eine Über-, Unter- und Fehlversorgung. Die Einführung von Fallpauschalen habe beispielsweise Anreize geschaffen, mit speziellen Behandlungen Geld zu verdienen. Zugleich habe der Rückzug der öffentlichen Hand bei vielen Kliniken zu einem Investitionsstau geführt. Becka kritisierte, dass eine staatliche Hochglanzbroschüre zum Gesundheitswesen aus dem Jahr 2022 zwar Subsidiarität und Solidarität als Prinzipien hochhalte. Zur Personalität, also zum einzelnen Menschen, seinen Bedürfnissen und seiner Not, finde sie darin hingegen nichts.</p><p>Verschiedene Aspekte des Themas griff das Podium bei der anschließenden Diskussion auf. Weder in der vollständigen Ökonomisierung des Gesundheitssystems wie in den USA noch in der kompletten Verstaatlichung wie in Großbritannien sah Diözesanratsvorsitzender Dr. Michael Wolf eine wirkliche Lösung. Zudem warnte er davor, in Künstlicher Intelligenz den Stein der Weisen für viele Probleme der Gesundheitsversorgung zu sehen. „Nicht jedes Problem ist ein Nagel, nur weil ich einen Hammer besitze.“ Professor Dr.&nbsp;Matthias Frosch, Dekan der medizinischen Fakultät Würzburg der Universität Würzburg, nannte es bedenklich, dass mehr als ein Drittel der Bevölkerung laut Umfragen sich nicht mehr gerecht medizinisch versorgt fühle. „Das ist eine echte Gefahr für unsere Demokratie.“ Er hieß die Akademisierung der Pflege willkommen. Das bedeute, dass dadurch das Pflegepersonal auch für Aufgaben qualifiziert werde, die bislang nur Medizinern vorbehalten seien.</p><p>Landtagsabgeordnete Dr. Andrea Behr (CSU) sprach vom Aufeinandertreffen von demographischem Wandel, also zum einen mehr älteren und pflegebedürftigen Menschen einerseits, und dem gleichzeitigen Mangel an Fachpersonal. Dadurch werde auch im Bereich der Medizin die Versorgung beispielsweise auf dem Land schwerer. „Der Mut zur jüngsten Krankenhausreform war nötig“, erklärte ihre Kollegin Kerstin Celina (Die Grünen). Viele Krankenhäuser seien beim alten System der reinen Abrechnung nach Fallpauschale an ihre Leistungsgrenze gekommen. Auf die enorme Komplexität der Thematik verwies Landtagsabgeordneter Volkmar Halbleib (SPD). Es gebe vielfältige Aspekte, unter denen darüber diskutiert werden könne, beispielsweise die Frage der Gerechtigkeit oder das Verhältnis von Solidarität und Eigenverantwortung. 80 Prozent der Pflegebedürftigen würden zuhause gepflegt, und zwar mehrheitlich durch Frauen.</p><p>Becka warnte davor, bei der Krankenversicherung Menschen in Risikoklassen einzuordnen. Stattdessen sei es sinnvoll, Anreize für einen gesunden Lebensstil zu schaffen. Zudem müssten die Länder die Krankenhäuser wieder mehr als eine ihrer Aufgaben wahrnehmen. Sie kritisierte, dass in den Stadtstaaten Hamburg und Bremen nur fünf Prozent der Kliniken in öffentlicher Trägerschaft seien. Einig waren sich alle, dass beispielsweise für alleinstehende alte Menschen zu wenig Hilfe beim Übergang von einem Krankenhausaufenthalt zur Kurzzeitpflege oder der Rückkehr ins Zuhause geboten werde. „In Würzburg gibt es eine Fachstelle für pflegende Angehörige. Dort sind die Fachleute, die Ihnen alle notwendigen Informationen liefern können. Nur ist dieses Angebot bislang zu wenig bekannt“, sagte Ministerin Gerlach.</p><p>Um dem Ärztemangel entgegenzuwirken, bilde Bayern derzeit so viele Mediziner aus wie kein anderes Bundesland. „Das heißt aber nicht, dass diese später auch alle in Bayern arbeiten werden“, erklärte Gerlach. Zusätzlich befürworte und unterstütze sie das Errichten von Medizinischen Versorgungszentren (MVZ), in denen den Ärztinnen und Ärzten Verwaltungsaufgaben abgenommen und zugleich Flexibilität bei den Arbeitszeiten ermöglicht werde. Digitalisierung könne auch in der Pflege entlasten, wenn sie richtig eingesetzt werde. „Ich weiß von Pflegekräften, die im Patientenzimmer den Blutdruck erst handschriftlich notieren, um ihn später in den Computer einzugeben“, berichtete die Ministerin. Zudem warnte sie vor zu kleinlicher Auslegung von Vorschriften, beispielsweise was die Größe von Badezimmern in Pflegeheimen angeht. „Es kann doch nicht sein, dass eine ganze Station dichtmachen muss, weil das Bad ein paar Quadratzentimeter zu klein ist.“</p><p><i>mh (POW)</i></p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-66327</guid><pubDate>Tue, 17 Jun 2025 11:37:00 +0200</pubDate><title>Bayernweite Kampagne zur Pfarrgemeinderatswahl startet</title><link>https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/detail/ansicht/bayernweite-kampagne-zur-pfarrgemeinderatswahl-startet-1/</link><description>Laienräte werben mit Slogan „Gemeinsam gestalten – gefällt mir“ für ehrenamtliche Mitbestimmung</description><enclosure url="https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/fileadmin/_processed_/0/3/csm_Plakat_PGR-Wahl_2026_A2-quer_a42aa13696.png" length="1541367" type="application/pdf" /><content:encoded><![CDATA[<p><strong>München, 17. Juni 2025.&nbsp;</strong>Mit einer bayernweiten Kampagne beginnen in den sieben bayerischen (Erz-)Bistümern die Vorbereitungen für die kommenden Pfarrgemeinderatswahlen, die am 1. März 2026 stattfinden. Erstmals wird dabei die neue Wort-Bild-Marke „Gemeinsam gestalten – gefällt mir“ eingesetzt. Sie bringt zum Ausdruck, worum es in der Kirche vor Ort gehen soll: anpacken, mitmachen, Verantwortung übernehmen. Auch über die Wahl hinaus wird sie künftig für die Arbeit des Pfarrgemeinderats stehen. Entwickelt wurde die Kampagne von den bayerischen Diözesanräten der Katholiken, unterstützt durch das Landeskomitee der Katholiken in Bayern.</p><p>Ein mit Szenen im Comic-Stil gestaltetes Kampagnenplakat illustriert die Vielfalt des Engagements im Pfarrgemeinderat und in der Pfarrei, bei dem sich alle Generationen einbringen können. Zu sehen ist zum Beispiel eine Ehrenamtliche bei der Essensausgabe an Bedürftige. Diese Szene steht für konkret gelebte Nächstenliebe und soziale Verantwortung als zentraler Auftrag der Kirche. Eine Pilgergruppe symbolisiert Aufbruch, Gemeinschaft und das gemeinsame Unterwegssein im Glauben und ein Ministrant mit einer Drohne veranschaulicht eine Kirche, die in ihren Wurzeln verankert bleibt, sich aber neuen Ausdrucksformen öffnet und neue Wege des Glaubens aufzeigt. Das Plakat wie auch die neue Wort-Bild-Marke sollen laut Beschreibung verdeutlichen: „Kirche ist kein fertiges Konstrukt, sondern lebt davon, dass Menschen sich einbringen, Ideen entwickeln und aktiv werden.“</p><p>Die Materialien zur Pfarrgemeinderatswahl 2026 sowie eine ausführliche Beschreibung der Kampagne stehen ab sofort online unter&nbsp;<a href="http://www.pgrbayern.de/" target="_blank" rel="noreferrer"><strong>www.pgrbayern.de</strong></a>&nbsp;zum Download zur Verfügung: vom Plakat und einem Flyer über Sticker und einen Pfarrbriefmantel bis zu Tippzetteln und Boxen für die Kandidaten-Vorschläge. Ein „Starter-Paket“ mit den Materialien in gedruckter Form wird nun sukzessive postalisch innerhalb der (Erz-)Bistümer verschickt.</p><p>Unterschiedlich geregelt sind in den bayerischen (Erz-)Bistümern die Fristen für die einzelnen Etappen bis zur Wahl. Dies betrifft zum einen den Versand der oben genannten Materialien-Pakete, zum anderen beispielswiese die Einrichtung der Wahlausschüsse, die Kandidatensuche oder die Veröffentlichung der Kandidatenlisten. Ebenso individuell wird bayernweit der Wahlmodus gehandhabt: Ob die Wahlberechtigten ihre Stimme nur im Wahllokal oder auch per Briefwahl und online abgeben können, wird von den Diözesen jeweils eigenständig festgelegt.</p><p>Der Pfarrgemeinderat ist auf Pfarreiebene die demokratisch gewählte Vertretung des Kirchenvolkes. Die Wahl findet alle vier Jahre statt. Aktives und passives Wahlrecht für die Katholikinnen und Katholiken variieren in den bayerischen (Erz-)Diözesen zwischen 14 und 16 Jahren. Der Pfarrgemeinderat trägt maßgeblich zum Leben in der Pfarrei bei: Er wirkt bei der Entwicklung und Festlegung pastoraler Schwerpunkte mit und berät die mit der Leitung der Pastoral Beauftragten sowie die Verwaltung. Bei allen Fragen, die ehrenamtliches oder gesellschaftspolitisches Engagement betreffen, entscheidet und handelt der Pfarrgemeinderat eigenverantwortlich, so etwa beim Aufbau von Nachbarschaftshilfen und Helferkreisen für Flüchtlinge, bei der Gestaltung von Bildungsangeboten, im Einsatz für die Entwicklungszusammenarbeit und die Bewahrung der Schöpfung. (hor/kbr)</p><p class="text-right"><em>Gemeinsame Pressemitteilung des Landeskomitees der Katholiken in Bayern sowie des jeweiligen Diözesanrats der Katholiken im Bistum Augsburg, im Erzbistum Bamberg, im Bistum Eichstätt,<br />der Erzdiözese München und Freising, im Bistum Passau, im Bistum Würzburg und des Diözesankomitees im Bistum Regensburg</em></p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-65612</guid><pubDate>Tue, 20 May 2025 17:38:47 +0200</pubDate><title>Glaube bewährt sich im Handeln</title><link>https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/detail/ansicht/glaube-bewaehrt-sich-im-handeln-1/</link><description>Neue Ausgabe der Zeitschrift „Gemeinde creativ“ will Rüstzeug geben, um über den Glauben zu sprechen</description><enclosure url="https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/fileadmin/_processed_/c/9/csm_2125_0523_Gemeinde_creativ_58113_6083052536.jpg" length="111735" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg&nbsp;</strong>(POW) „Warum glaubst du noch an Gott? Warum bist du noch in der Kirche?“ Diese Fragen hören viele Engagierte immer öfter, nicht nur aufgrund von Missbrauchsskandalen oder Reformdebatten, sondern grundsätzlich. Um darauf angemessen antworten zu können, ist Rüstzeug gefragt. Damit befasst sich die aktuelle Ausgabe von Gemeinde creativ für die Monate Mai und Juni 2025 mit dem Titel „Können wir über unseren Glauben Sprechen?“. Sie erscheint am Montag, 26. Mai.</p><p>Wie lässt sich der Glaube heute noch glaubwürdig vertreten? Projekte wie „nicht egal“ aus dem Bistum Augsburg zeigten, wie wertvoll es sei, auf die Zweifel, Fragen und Hoffnungen der Menschen einzugehen und ihnen zuzuhören, heißt es im Vorwort. Dieses offene Gespräch helfe dabei, die eigene Glaubensgrundlage besser zu verstehen und überzeugender darzustellen. Dabei werde deutlich: Der Glaube lässt sich nicht einfach logisch beweisen. Vielmehr bewährt er sich im praktischen Handeln, in konkreter Nächstenliebe und gelebter Solidarität. Gerade heute, wo ethische Verantwortung höher bewertet werde als rein logische Argumente, eröffne das große Chancen, den Glauben glaubwürdig und nachvollziehbar zu machen, heißt es im Vorwort zur aktuellen Ausgabe.</p><p>Wer sich in der Kirche engagiert, sieht sich immer öfter kritischen Fragen ausgesetzt. Doch Angebote wie Beratungsstellen werden auch von Menschen angenommen, die der Kirche gegenüber kritisch eingestellt sind, wie Michaela Monno-Linde berichtet. Sie arbeitet in einer Beratungsstelle im Landkreis Main-Spessart, die pflegende Angehörige unterstützt. Sie hat beispielsweise das Trauercafé in Lohr mit ins Leben gerufen. Sie und weitere Engagierte aus dem Bistum Würzburg kommen in einem Bericht zu Wort.</p><p>Zugleich sei es notwendig, den Glauben nicht nur auf soziale Aktivitäten zu beschränken, sondern auch mutig von der Hoffnung auf Erlösung und vom ewigen Leben zu sprechen, schreibt Hannes Bräutigam, Redaktionsleiter von „Gemeinde creativ“. Glaube brauche authentische Zeugnisse und persönliche Geschichten, die zeigten, dass er Halt und Orientierung bieten könne – auch und gerade in Zeiten der Unsicherheit.</p><p>Besonders wertvoll seien dabei ehrliche Gespräche. In solchen Begegnungen zeige sich, dass Glaube weder perfekt noch unerschütterlich sein müsse, um glaubwürdig zu sein. Viel wichtiger sei es, authentisch, offen und verletzlich zu bleiben. Dafür brauche es Räume, Gesprächsräume, Debattenräume, Gespräche da, wo die Menschen sind. Vielleicht sei auch schon der Begriff „Glaube“ schwierig im Gespräch und unzureichend für die Beschreibung christlich-religiöser Überzeugungen. Zu verlockend sei es, „Vernunft“ oder „noch bei Verstand“ als Alternative zu „Glaube“ ins Spiel zu bringen.</p><p>Unverfänglicher erscheine dagegen der Begriff „Spiritualität“. Doch auch spirituelle Angebote würden schnell langweilig, wenn sie nicht stark personalisiert seien. Letztlich gehe es darum, den Mut zu haben, über den Glauben zu sprechen – und zwar nicht belehrend, sondern persönlich und aus Überzeugung. Nur so könne Glaube neu entdeckt, tiefer verstanden und glaubwürdig vermittelt werden. Der Weg dazu liege im offenen Dialog und im ehrlichen Teilen dessen, was den Menschen trägt und bewegt.</p><p>„Gemeinde creativ“ ist eine Zeitschrift des Landeskomitees der Katholiken in Bayern und erscheint sechsmal jährlich. Die Publikation richtet sich vorwiegend an die Ehrenamtlichen in den Pfarrgemeinden, an die Räte und Verbände sowie an alle, die an einer lebendigen Kirche Interesse haben und sich dafür einsetzen. Interessenten an einem kostenlosen Printabonnement wenden sich an die E-Mail-Adresse&nbsp;<a href="mailto:gemeinde-creativ@landeskomitee.de">gemeinde-creativ@landeskomitee.de</a>. Auf der Homepage&nbsp;<a href="http://www.gemeinde-creativ.de/" target="_blank" rel="noreferrer">www.gemeinde-creativ.de</a>&nbsp;können alle Beiträge aus dem Heft kostenfrei und ohne Registrierung gelesen werden.</p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-65348</guid><pubDate>Fri, 09 May 2025 09:37:42 +0200</pubDate><title>Diözesanratsvorsitzender Dr. Michael Wolf zur Wahl von Papst Leo XIV.</title><link>https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/detail/ansicht/dioezesanratsvorsitzender-zur-wahl-von-papst-leo-xiv/</link><description>Habemus Papam – wir haben einen neuen Papst. Leo XIV, mit bürgerlichem Namen Robert Francis Prevost, ein US Amerikaner mit Peruanischer Staatsbürgerschaft, geboren in Chicago, mit Erfahrungen in der Kurie als Präfekt des Dikasteriums für die Bischöfe, als Bischof von Chiclayo in Peru und als Generalprior des Augustinerordens. Ein vielseitiger Mann.</description><content:encoded><![CDATA[<div class="WordSection1"><p><span style="line-height:100%">Mir haben seine ersten Worte an die auf dem Petersplatz versammelte Menge – und natürlich auch den Rest der Welt – gefallen und sie wecken Hoffnung. „Der Friede sei mit Euch“ waren seine ersten Worte. Frieden in der Welt ist notwendig. Die Kirche muss sich in der Welt engagieren, um diesen Frieden zu befördern. Frieden ist eine Kernaufgabe der Kirche, ohne Frieden ist eine gesellschaftliche Entwicklung nicht möglich.</span></p><p><span style="line-height:100%">Papst Leo sprach davon, dass die Kirche für alle offen sein muss, die Menschen umarmen. Um das zu tun, muss die Kirche missionarisch sein. Das kann sie nur dann sein, wenn sie aus der Wohlfühlzone ausbricht und im Sinne von Papst Franziskus an die Ränder geht und dabei mit beiden Beinen in der Welt steht und gleichzeitig die Frohe Botschaft verkündet - überall. Als Präfekt der Bischofskongregation hat er Kontakte in die ganze Welt und weiß, was in den verschiedenen Regionen der Welt gebraucht wird und vor welchen Herausforderungen die jeweiligen Ortskirchen stehen. Unter Berücksichtigung seiner Erfahrungen als Bischof in Peru hoffe ich auf eine Fortsetzung der Politik von Papst Franziskus sich den Armen und Bedürftigen zuzuwenden. Und wenn es wahr ist, dass die Papstnamen von Vorbildern der Namensträger zeugen, dann hoffe ich auf einen politischen Papst, einen der sich einmischt wo es notwendig ist.</span></p><p><span style="line-height:100%">Ich wünsche mir, dass er auch die Person ist, die Reformer und Traditionalisten wieder näher zueinander zu führt. Schon die Wahl seiner Kleidung – mit roter Mozetta im Gegensatz zum schlichten Weiß von Papst Franziskus – deutet in diese Richtung. Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers, was für alle kirchlichen Parteien sicherlich gelten wird.</span></p><p><span style="line-height:100%">Papst Leo sprach von einer synodalen Kirche. Dies ist gerade in der heutigen Zeit insbesondere in Europa und Deutschland extrem wichtig. Er hat erkannt, dass wir miteinander reden müssen. Schweigen führt nicht weiter und einsame Entscheidungen haben oft wenig Akzeptanz. Wir müssen gemeinsam um die richtige Lösung der vielfältigen Aufgaben ringen. Das gilt insbesondere auch für die Frauenfrage, bei der er in der Vergangenheit Flexibilität gezeigt hat. Vielleicht ergibt sich mit Leo XIV die Möglichkeit, diese für viele brennende Frage zumindest in Teilen einer guten Lösung zuzuführen, vielleicht auch nur einer regionalen Lösung. Ich hoffe hier, dass eine Einheit in Vielfalt möglich sein wird. Ebenso baue ich auch auf seine klösterliche Ausbildung und das dort geübte gemeinsame Diskutieren von anstehenden Aufgaben und Problemen.</span></p><p><span style="line-height:100%">Sicherlich wird er seine augustinische Spiritualität mit einbringen, das zeigt schon seine Aussage „mit Euch bin ich Christ - für Euch Bischof“. Ich hoffe, dass er einen eigenen, spezifischen Leo XIV Weg findet, der unserer Kirche die Freiheit im Glauben und Einheit in der Vielfalt ermöglicht und das Gute, das Papst Franziskus angestoßen hat weiterführt und neue Ideen einbringt.</span></p></div>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-64803</guid><pubDate>Tue, 15 Apr 2025 09:09:42 +0200</pubDate><title>Gewalt an Kindern und Jugendlichen entschlossen entgegentreten</title><link>https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/detail/ansicht/gewalt-an-kindern-und-jugendlichen-entschlossen-entgegentreten/</link><description>Der Vorstand des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Würzburg unterstützt eine Petition des Betroffenenbeirats München, die sich an den Bayerischen Landtag richtet.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Ausgehend vom innerkirchlichen Aufarbeitungsprozess im Bezug auf sexuellen Missbrauch in der Katholischen Kirche, aber auch darüber hinaus als gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist es den Vorstandsmitgliedern wichtig, die darin aufgeführten Anliegen zu unterstützen. So heißt es darin u. a.: <em>&quot;Durch das Engagement und die Stimmen der Betroffenen wurde seit 2010 eine gesellschaftliche Debatte losgetreten, die weit über den Einflussbereich und die Institution der Kirchen hinausgeht. Die laufende Veröffentlichung von Gutachten hält diese Debatte in der Öffentlichkeit. Denn Missbrauch und sexualisierte Gewalt finden überall dort statt, wo es Machtgefälle gibt, wo es Menschen gibt, die dieses Machtgefälle ausnutzen und wo es Menschen und Strukturen gibt, die wegschauen und vertuschen.&quot;</em></p><p><a href="https://www.openpetition.de/petition/online/gewalt-an-kindern-und-jugendlichen-entschlossen-entgegentreten?language=de_DE.utf8" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">Alle Ziele und Forderungen können hier in der online-Petition nachgelesen werden.</a></p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-64759</guid><pubDate>Mon, 14 Apr 2025 11:00:00 +0200</pubDate><title>Gutachten über die Bestandsaufnahme und Aufarbeitung von Fällen des sexuellen Missbrauchs in der Diözese Würzburg</title><link>https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/detail/ansicht/statement-des-dioezesanratsvorstands-zum-gutachten-ueber-die-bestandsaufnahme-und-aufarbeitung-von-faellen-des-sexuellen-missbrauchs-in-der-dioezese-wuerzburg/</link><description>Die am 8. April von der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs im Bistum Würzburg (UKAM) vorgelegten Ergebnisse des Gutachtens über die Bestandsaufnahme und Aufarbeitung von Fällen des sexuellen Missbrauchs in der Diözese Würzburg machen uns traurig und fassungslos.</description><enclosure url="https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/fileadmin/Bistum_Folgeseiten/Dioezesanrat/Christian_Schmitt_pfarrbriefservice_-_Wald.jpg" length="2017464" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Sowohl die Anzahl der dokumentierten Täter und Taten als auch die Art und Weise der Taten machen uns betroffen. Die im Gutachten aufgezeigte Doppelmoral der Täter ist erschreckend. Die Vertuschung von Straftaten durch Verantwortliche im Bistum Würzburg sowie vor allem die feh&shy;lende Empathie für die Betroffenen und ihrem Leid, sind eine schwere Verletzung der Pflichten zur Hirtensorge und stehen in einem krassen Widerspruch zur Heilsbotschaft des Evangeliums. Täter wurden geschützt und die Opferperspektive vernachlässigt, wenn nicht gar völlig ausgeblendet.</p><p>In diesen Tagen wird das Leid der Betroffenen offenbar, die Unsägliches und Ungesagtes erleiden mussten oder auch heute noch erleiden.</p><p>Unsere Kirche muss sich streng an jenen Kriterien messen lassen, mit denen sie sonst ihre sittlichen Überzeugungen vertritt, besonders wenn es um Sexualität geht. Die aufgedeckten Missbrauchsfälle führen die kirchliche Sexualmoral ad absurdum.</p><p>Wir sind sehr dankbar, dass das Würzburger Gutachten von der Unabhängigen Kommission zur Auf&shy;arbeitung des sexuellen Missbrauchs im Bistum Würzburg (UKAM) selbst in Auftrag gegeben sowie von dem unabhängigen Sachverständigen und Rechtsanwalt Prof. Dr. Hendrik Schneider aus Wiesbaden erstellt wurde. Damit wurde sichergestellt, dass Verantwortliche der Diözese kei&shy;nen Einfluss auf das Ergebnis sowie die Veröffentlichung nehmen konnten.</p><p>Wir sehen, dass nicht nur Kleriker und kirchliche Mitarbeiter schuldig geworden sind, sondern ein ganzes System versagt hat, zu dem auch Pfarreimitglieder, Räte, kirchliche Verbände und sogar Fami&shy;lien von Betroffenen gehörten. Auch wir stellen uns dieser Schuld und wollen alles dafür tun, dass in Zukunft ein Systemversagen solchen Ausmaßes nicht mehr möglich ist. Übergriffe und Missbrauchs&shy;taten müssen bestmöglich verhindert werden und ihre Ahndung konsequent erfolgen.</p><p>In den Bereichen Prävention und Intervention ist in den vergangenen Jahren im Bistum Würzburg sehr viel passiert. Wir unterstützen die Bistumsleitung darin, dass sie diese entschlossen voranbringt. Es gilt nun, weitere Reformschritte mutig anzugehen. Dies erfordert auf Argumente zu hören, Macht zu teilen und mit gutem Beispiel durch einen Selbstverzicht institutioneller Macht voranzugehen.</p><p>Wir begrüßen ausdrücklich den von Bischof Dr. Franz Jung in den vergangenen Jahren konsequent eingeschlagenen Weg der Anerkennung erfahrenen Leids und der öffentlichen Versöhnung. Betroffe&shy;ne können, wenn sie dies wollen, mit kirchlichen Entscheidungsträgern über ihren erlittenen Miss&shy;brauch sprechen. Ihr Leid wird gehört und anerkannt.<br />Mit der Veröffentlichung der Missbrauchsstudie wurde hier ein weiterer Schritt gemacht. Der Prozess der öffentlichen Versöhnung beinhaltet die Benennung der Täter und der für die Vertuschung Ver&shy;antwortlichen gegenüber den Betroffenen. Hierzu gehören für uns auch eine transparente und nach&shy;vollziehbare Kommunikation der Konsequenzen und Sanktionen für Täter und Verantwortliche, die Taten gedeckt, vertuscht und Aufarbeitung behindert haben.</p><p>Als spezifisches Strukturmerkmal das sexuellen Missbrauch begünstigt ist vor allem der Missbrauch von Macht und das problematische Verhältnis zur Sexualität erkennbar.</p><p>Es ist nun dringend geboten, sich damit zu befassen, Maßnahmen daraus abzuleiten und daraufhin notwendige Änderungen umzusetzen. Alle Strukturen und Verhaltensweisen, die solche Verbrechen ermöglichen und begünstigen, müssen tiefgreifend und nachhaltig verändert werden. Hierzu gehört für uns:</p><ul><li>Eine grundlegende Änderung des Verständnisses von Macht und deren Verteilung in der Kirche. Es braucht verbindliche Regeln auf Grundlage demokratischer Strukturen und dem Prinzip der Gewaltenteilung. Damit einher geht die Frage nach der Ausübung der Hirtensorge bzw. Leitung, die partizipativ und im Team wahrzunehmen ist.</li><li>Bestehende Machtstrukturen kritisch zu überprüfen und zur Synodalität hin weiter zu entwi&shy;ckeln. Es müssen auf allen Ebenen partizipative Strukturen geschaffen werden, die dem Bi&shy;schof, Pfarrern sowie Laienvertretungen ein gleichberechtigtes Entscheiden in wesentlichen Dingen des kirchlichen Lebens einräumen.</li><li>Eine konkrete und schnelle Weiterentwicklung des Priesterbildes. Die bisherige Bindung an das männliche Geschlecht, oft mit einer geistigen Überhöhung des Verzichtes auf Sexualität legitimiert, hat versagt. Hierzu gehört<ul><li>die vollumfassende, gleichberechtigte Teilhabe von allen getauften und gefirmten Frauen und Männern – entsprechend ihrer Charismen – an den Sakramenten sowie an den Diensten und Ämtern der Kirche,</li><li>sowie die Aufhebung des Pflichtzölibats.</li></ul></li><li>Eine Veränderung der kirchlichen Sexuallehre, die einen offenen Umgang mit Sexualität und lebendige, tragfähige Beziehungen ermöglicht.</li><li>Eine kirchliche Anerkennung aller Formen der biologischen und psychischen Geschlechtlich&shy;keit, die eine offene, angstfreie und gleichberechtigte Lebensweise im kirchlichen Kontext er&shy;möglicht.</li></ul><p>Ziel muss es dabei sein, größtmöglichen Schutz von Kindern, Jugendlichen und schutzbefohlenen Er&shy;wachsenen sicher zu stellen, in einem transparenten Prozess verlorenes Vertrauen wiederherzustel&shy;len und damit auch den bereits begonnenen Kulturwandel in unserem Bistum beschleunigt fortzu&shy;führen.</p><p>Als Gemeindemitglieder und Verantwortliche in den Räten und Verbänden sind wir in der Pflicht, un&shy;sere Erwartungen an Kleriker klar zu formulieren und uns mit ihnen über ihre Rolle zu verständigen, der sie auch gerecht werden können. Bestrebungen von Teilen der Gläubigen, die den Klerikalismus begünstigen, muss konsequent begegnet werden. Alle sind in der Pflicht vor Ort achtsam zu sein, um so wirksamen Schutz vor Missbrauch zu gewährleisten. Die vom Bistum Würzburg angebotenen Prä&shy;ventionsschulungen sind für uns dabei ein wichtiger Baustein, sie fördern und unterstützen die Sensi&shy;bilisierung.</p><p>Wichtig ist uns, dass die Pfarreien in unserem Bistum im Umgang mit (neuen) Erkenntnissen über die Täter nicht alleine gelassen werden. Aufgabe der Bistumsleitung muss es hierbei nun sein, im offenen Dialog mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln Hilfe und Unterstützung zu leisten.</p><p>Die aus dem Gutachten hervorgehenden Empfehlungen zur Umsetzung von Maßnahmen zeigen auf, dass der eingeschlagene Weg konsequent fortgesetzt werden muss. Wir begrüßen die von der UKAM signalisierte Begleitung des Monitoringprozesses.</p><p>Damit Kirche sich weiterentwickelt und erneuert, bedarf es der Zusammenarbeit von Bistumsleitung, aller Haupt- und Ehrenamtlichen sowie Gläubigen in einem gleichberechtigten Miteinander mit der Haltung, gemeinsam für eine sichere Kirche zu arbeiten. Der Diözesanrat ist bereit, kritisch-konstruk&shy;tiv seinen Beitrag zu leisten, um der Kirche als Ganzes wieder ein menschenfreundliches und lebens&shy;bejahendes Gesicht zu geben. Damit wollen wir glaubwürdige Zeugen für die Botschaft des Evangeli&shy;ums sein und in der Kirche einen Schutzraum für alle Menschen bieten.</p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-64280</guid><pubDate>Mon, 31 Mar 2025 07:55:00 +0200</pubDate><title>Junge Menschen</title><link>https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/detail/ansicht/junge-menschen/</link><description>Junge Menschen sind engagiert, kritisch und suchen nach Gemeinschaft. Doch oft fühlen sie sich von klassischen kirchlichen Angeboten nicht angesprochen. Wie kann Jugendarbeit heute gelingen? Es braucht geschützte Orte, individuelle Begleitung und echte Mitbestimmung. Mehr dazu in der neuen Ausgabe von Gemeinde creativ in Print und unter www.gemeinde-creativ.de.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Klassische kirchliche Angebote erreichen Junge Menschen oft nicht mehr. Zukunftsängste, wirtschaftlicher Druck und die Frage nach Zugehörigkeit prägen ihren Alltag. Viele wünschen sich mehr Partizipation und bringen sich gerne ein – allerdings oft lieber projektbezogen als langfristig. Wie kann Jugendarbeit in der Pfarrei so gestaltet werden, dass sie junge Menschen tatsächlich erreicht?</p><p>Erfolgreiche Initiativen zeigen: Wer Jugendliche ernst nimmt und ihnen echte Mitgestaltung ermöglicht, schafft neue Formen kirchlicher Gemeinschaft. Ein Schlüssel dazu ist eine Jugendpastoral, die nicht nur für junge Menschen gemacht wird, sondern mit ihnen. Dazu gehört es, ihnen geschützte Räume zu bieten, in denen sie sich ausprobieren, austauschen und Verantwortung übernehmen können. Die Kirche muss dorthin gehen, wo Jugendliche sind – auch in digitale Räume.</p><p>Ein weiteres wichtiges Thema ist Vielfalt. Junge Menschen suchen nach Orten, an denen sie sein können, wie sie sind. Die Evangelische Jugend Bayern zeigt mit ihrer queeren Jugendarbeit, wie Kirche als sicherer Raum für alle gestaltet werden kann. Auch katholische Gemeinden sollten sich bewusster mit Vielfalt auseinandersetzen und einladende Strukturen schaffen. Gesprächsangebote, inklusive Sprache und eine stärkere Vernetzung mit queeren Jugendgruppen sind dabei zentrale Elemente.</p><p>Doch Jugendarbeit braucht mehr als gute Ideen: Verlässliche Strukturen, hauptamtliche Begleitung und gesicherte finanzielle Mittel sind essenziell. Ebenso wichtig ist es, junge Menschen aktiv in Entscheidungsprozesse einzubinden. Wer früh Verantwortung übernehmen darf, bleibt oft langfristig engagiert. Dabei muss Jugendarbeit nicht immer in kirchlichen Räumen stattfinden – manchmal fühlen sich junge Menschen an anderen Orten wohler.</p><p>Letztlich sind Jugendliche kein Publikum, das „abgeholt“ werden muss – sie sind Teil der Kirche. Wer sie als gleichwertige Partnerinnen und Partner betrachtet, kann gemeinsam mit ihnen neue, inspirierende Formen von Glauben und Gemeinschaft entwickeln.</p><p><i>Gemeinde creativ</i> ist eine Zeitschrift des Landeskomitees der Katholiken in Bayern und erscheint sechsmal jährlich. Das <i>Magazin für engagierte Katholiken</i> richtet sich vorwiegend an die Ehrenamtlichen in den Pfarrgemeinden, an die Räte und Verbände, und an alle, die an einer lebendigen Kirche Interesse haben und sich dafür einsetzen. Bei Interesse an einem kostenfreien Printabonnement wenden Sie sich gerne an <font color="#e2d700"><u><a href="mailto:gemeinde-creativ@landeskomitee.de">gemeinde-creativ@landeskomitee.de</a></u></font>. Auf der Homepage <font color="#e2d700"><u><a href="http://www.gemeinde-creativ.de/" target="_blank" rel="noreferrer">www.gemeinde-creativ.de</a></u></font> können alle Beiträge aus dem Magazin kostenfrei und ohne Registrierung gelesen werden. Es lohnt sich, regelmäßig dort vorbeizuschauen.</p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-64244</guid><pubDate>Mon, 17 Mar 2025 10:47:08 +0100</pubDate><title>Verwaltungsleitungen sollen Seelsorgepersonal entlasten</title><link>https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/detail/ansicht/verwaltungsleitungen-sollen-seelsorgepersonal-entlasten-1/</link><description>Konkrete Maßnahmen zu den Strategischen Zielen bis Ende November – Projektgruppen stellen Ergebnisse vor – Satzungen für Neuwahlen der Gremien überarbeitet</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Volkersberg&nbsp;</strong>(POW) Mit einem einstimmigen Votum hat sich der Diözesanrat bei seiner Frühjahrsvollversammlung auf dem Volkersberg (Landkreis Bad Kissingen) dafür ausgesprochen, dass im gesamten Bistum bis 2027 in allen Pastoralen Räumen Verwaltungsleitungen eingeführt werden. Diese sollen das Seelsorgepersonal in Verwaltungsangelegenheiten entlasten. Weiter setzten sich die Delegierten des höchsten Laiengremiums im Bistum Würzburg von Freitag, 14., bis Sonntag, 16. März, mit dem Stand des Prozesses „Gemeinsam Kirche sein – Pastoral der Zukunft“ und den Bistumsfinanzen auseinander. Zudem beschlossen sie für die anstehenden Wahlen die Satzungen für die Gemeindeteams, die Gemeinsamen Pfarrgemeinderäte und die Räte im Pastoralen Raum sowie die entsprechenden Wahlordnungen. Bischof Dr. Franz Jung feierte mit den Frauen und Männern am Samstagabend in der Wallfahrtskirche auf dem Volkersberg einen Gottesdienst. Der frühere Leiter des BR-Studios Mainfranken, Eberhard Schellenberger, präsentierte im Anschluss in einer Mischung aus Lesung, Erzählung, Bildern, Audiodateien und Videos Geschichten und Ereignisse aus seinem Buch „Deckname Antenne“.</p><p>Wie die Aufgaben und Zuständigkeiten der als Verwaltungsleiter tätigen Frauen und Männer aussehen sollen, erläuterte Christof Brod, Referent des Generalvikars, dem Diözesanrat. So sollen diese auch den Dienstvorsitz für alle Beschäftigten in den Pfarrbüros und sonstiges Dienstpersonal im Pastoralen Raum übernehmen. Die Finanzierung dieser Stellen werde ohne zusätzlich Ausgaben dadurch möglich, dass unter anderem durch bevorstehende Verrentung die Zahl des Seelsorgepersonals rückläufig sei. Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran nannte das Votum des Diözesanrats ein „unheimliches Pfund“, das der Planung spürbar Rückenwind gebe.</p><p>Den über 90 Delegierten stellte Ordinariatsrat Bernhard Lutz, stellvertretender Leiter der Hauptabteilung Seelsorge und Projektverantwortlicher für den Prozess „Gemeinsam Kirche sein – Pastoral der Zukunft“, den aktuellen Stand vor. Nach einer Beratung der konkreten Maßnahmen zu den Strategischen Zielen in den Gremien seien für den November die Veröffentlichung und das Inkraftsetzen der geplanten Maßnahmen vorgesehen. Dabei werden laut Lutz Diözesanrat, Priesterrat und Vertreterversammlung des Diözesancaritasverbands regelmäßig informiert, damit diese Gelegenheit haben, ihre Anmerkungen zu den Entscheidungen und deren Auswirkungen machen und Impulse zur Überarbeitung zu geben. Diözesanpastoralrat und Allgemeiner Geistlicher Rat auf der anderen Seite überprüften im Wesentlichen, ob getroffene Entscheidungen mit den Strategischen Zielen übereinstimmen und identifizierten Themen, die in den oben genannten Gremien zu beraten seien. Weitere Rückmeldeschleifen seien vorgesehen, bevor 2027 die bisherigen Ergebnisse ausführlich bewertet würden. Zudem kündigte Lutz für den Sommer einen digitalen Fragebogen zum Prozess „Gemeinsam Kirche sein – Pastoral der Zukunft“ an. Dieser wolle zum einen die Arbeit der vergangenen Jahre weiter fruchtbar machen und sichern, aber auch konkrete Ansatzpunkte für weitere Entwicklungsschritte in den Blick nehmen. Den Fragebogen erstelle und werte das „Zentrum für angewandte Pastoraltheologie“ in Bochum als externer Partner aus.</p><p>Weiter stellte Lutz den Abschlussbericht der Projektgruppe zur Partizipativen Leitung vor. Zentral sei dabei der Begriff der „Hirtensorge“. Das Kirchenrecht lege fest, dass die Gesamtverantwortung für Verkündigung, Sakramente, Gottesdienst, Seelsorge und Caritas bei den Pfarrern liege. Die Hirtensorge werde durch das jeweilige Pastoralteam nach gemeinsamer Festlegung der Aufgaben und Verantwortungsbereiche ausgeübt. Dabei seien die übrigen Gläubigen in die verschiedenen Dienste und auf Ebene der Räte einzubeziehen. Ergebnis der Projektgruppe ist, dass Maßnahmen der internen und der externen Kommunikation weiter auszubauen sind. „Kommunikation muss systematisch bei allen Entscheidungen mitbedacht werden. Das bedeutet zum Beispiel, dass Begriffe einheitlich verwendet und über deren Bedeutung Verständnis herrschen muss“, erläuterte Lutz. Wenn es um Partizipative Haltung geht, erfordere das auch eine innere Haltung, die beispielsweise durch ein standardisiertes Coaching für die erste Pfarrerstelle gefördert werde könne. Die Bistumsleitung könne, so ein weiteres Ergebnis der Projektgruppe, die Partizipation fördern, indem die jeweiligen Aufgaben im Pastoralteam klar umschrieben werden und beispielsweise bei Stellenbesetzungen die jeweiligen Teams mit einbezogen werden. Zudem sei eine verbindliche Regelung erforderlich, dass externe Hilfe hinzugezogen werden muss, wenn ein Konflikt nicht im Team gelöst werden kann.</p><p>Generalvikar Vorndran betonte bei der anschließenden Aussprache, viele verbänden das Thema „Leitung in der Kirche“ mit dem Bild einer spitzen Pyramide. „Mit der Einführung des solidarischen Leitungsmodells mit mehreren Teampfarrern, einem Moderator und einer Koordinatorin beziehungsweise einem Koordinator setzte das Bistum Würzburg auf eine flachere Leitungspyramide.“ Es zeige sich zunehmend, dass angesichts der momentanen Personalentwicklung das Bistum Leitung in Form einer spitzen Pyramide in 30 Jahren nicht mehr umsetzen könne. Das Konzept der Verwaltungsleitung in jedem Pastoralen Raum lege nun einen weiteren Baustein für eine flachere Leitungspyramide vor. Die Bistumsleitung setze auf Erfahrungen mit den neuen Formaten, bevor diese festgeschrieben würden.</p><p>Erstmals nahm der neue Finanzdirektor, Ordinariatsrat Gerald Düchs, an einer Vollversammlung des Diözesanrats teil. Er stellte den Frauen und Männern des Diözesanrats unter anderem den Jahresabschluss der Diözese für 2023 sowie die Finanzplanung für 2025 vor. „Auch wenn in den vergangenen Jahren die Kirchensteuereinnahmen weitestgehend gleich geblieben sind, beträgt doch der Kaufkraftverlust über die vergangenen Jahre knapp 20 Prozent.“ Der Gesamtetat des Bistums für 2025&nbsp;sei mit knapp 218 Millionen Euro angesetzt. Rund 178 Millionen davon seien durch die Kirchensteuer finanziert. Dass das Jahresergebnis für 2023 positiv ausgefallen sei, hänge unter anderem damit zusammen, dass dank eines inzwischen ausgeprägten Kostenbewusstseins in allen Hauptabteilungen die Ausgaben unter den geplanten Budgets geblieben seien. Auch die Ausgaben für Bauzuschüsse an Kirchenstiftungen seien geringer als geplant ausgefallen. Nach Ende des Bau-Moratoriums liefen die Baumaßnahmen erst wieder langsam an. Bereits einplant ist nach den Worten von Düchs der Baukostenbedarf für die Kirchen im Bistum nach dem Abschluss der Immobilienkategorisierung. Pro Jahr rechne seine Hauptabteilung mit Kosten von 19,5 Millionen Euro für den Erhalt der Gotteshäuser, für weitere Gebäude der Kirchenstiftungen seien pro Jahr 5,5 Millionen Euro eingeplant. Da die Maßnahmen erst wieder anliefen, umfasse das Budget für Bau im Jahr 2025&nbsp;insgesamt 10,2 Millionen Euro.</p><p>Düchs verwies außerdem darauf, dass seit März der Umweltbeauftragte Pastoralreferent Christof Gawronski mit halber Stelle auch Referent für Nachhaltigkeit in der Hauptabteilung Finanzen und Immobilien sei. Dieses Feld umfasse neben Ökologie auch die Felder Soziales sowie die internen Steuerungs- und Kontrollstrukturen. Als Referent für Nachhaltigkeit entwickle und begleite dieser zudem die Umsetzung einer Strategie für den Photovoltaikausbau für kirchliche Gebäude. Bis Ende September werde Gawronski darüber hinaus ein Konzept für eine Nachhaltigkeitsberichterstattung vorlegen.</p><p class="text-right"><i>mh (POW)</i></p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-64241</guid><pubDate>Mon, 17 Mar 2025 10:43:30 +0100</pubDate><title>Bischof: Engagement vieler Menschen Fundament der Pastoralen Räume</title><link>https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/detail/ansicht/bischof-engagement-vieler-menschen-fundament-der-pastoralen-raeume-1/</link><description>Was Bischof Dr. Franz bei seinen Besuchen im Bistum beobachtet hat und welche Fragen anzugehen sind – Diözesanratsvorsitzender Wolf warnt vor negativem Blick auf Migration und fordert mehr sozialen Wohnungsbau</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Volkersberg&nbsp;</strong>(POW) Zentrale Beobachtungen von seinen Besuchen in den 43 Pastoralen Räumen des Bistums Würzburg hat Bischof Dr. Franz Jung dem Diözesanrat bei der Frühjahrsvollversammlung auf dem Volkersberg (Landkreis Bad Kissingen) geschildert. Ihn habe beeindruckt, dass das Engagement einer großen Zahl von Menschen jeweils das Fundament der Pastoralen Räume bilde. „Überall habe ich eine große Sehnsucht nach Spiritualität und eine tiefe Dankbarkeit für Angebote der Glaubensvertiefung gespürt“, sagte er. Die Menschen seien motiviert, die Zukunft des Bistums zu gestalten und suchten zugleich Orientierung für diesen Weg. „Wir müssen ins Gespräch darüber kommen, wer heute die Trägerinnen und Träger der Pastoral sind und wer diese in Zukunft sein werden.“ Zudem geht es laut Bischof Jung um die Frage, wie Seelsorge und caritatives Handeln mit Mehrwert miteinander verbunden werden können. In diesem Zusammenhang habe er es als positiv empfunden, dass bei allen Terminen die Bürgermeister und Vertreter der evangelischen Kirche teilnahmen.</p><p>Nachdrücklich warb der Bischof für einen Dialog über die Themen Berufung und Personalgewinnung sowie die Zielsetzungen kirchlicher Anstrengungen. „Was tun wir, um die Gottesfrage in der Welt präsent zu halten?“ Das bedeute auch, Perspektiven für die Evangelisierung zu entwickeln. Beispielsweise müsse gefragt werden, wie der Glaube in der Gegenwart verkündet werden kann, wie Menschen gut auf Erstkommunion, Firmung und Ehe vorbereitet werden können. Klar sei: „Veränderung braucht Konzepte, Konzepte Akzeptanz. Akzeptanz benötigt Kommunikation, und diese wiederum Begleitung.“ Im Kern heiße das auch: „Wie gestalten und leben wir Synodalität?“ Bischof Jung warb zudem dafür, die Seelsorgerinnen und Seelsorger bei Verwaltungsaufgaben zu unterstützen. Dafür votierten die Delegierten des Diözesanrats bereits vor dem Wort des Bischofs einstimmig (<em><a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/verwaltungsleitungen-sollen-seelsorgepersonal-entlasten/" target="_blank">siehe eigener Bericht</a></em>).</p><p>Wenn es um das Thema Flucht und Vertreibung geht, verlören viel aus dem Blick, dass es dabei für die Betroffenen um das Überleben und das tägliche Brot gehe. Daran erinnerte Diözesanratsvorsitzender Dr.&nbsp;Michael Wolf, in seinem „Bericht zur Lage“. Der Anschlag auf die Kindergartengruppe in Aschaffenburg habe den diesjährigen Bundestagswahlkampf völlig verändert. Das Thema Migration habe die Tagesordnung beherrscht. „Wichtig wäre das Thema Wirtschaft gewesen. Deutschland befindet sich in einer Phase der Rezession, und eine Besserung scheint kurzfristig nicht in Sicht zu sein, nicht bei den von den USA ausgelösten wirtschaftlichen Wirren.“ Migration habe ethische und gesellschaftliche Aspekte. „Können wir Menschen, die vor kriegerischen Handlungen oder vor Verfolgung aus der Heimat fliehen, den Schutz verweigern? Meine Großeltern konnten von der Ablehnung der Flüchtlinge aus dem Osten durch die alteingesessene Bevölkerung erzählen.“</p><p>Von der aktuellen Migration profitiere die Gesellschaft, die andernfalls auf dem Weg Japans in die Überalterung wäre. Zudem hätten viele der Frauen und Männer, die als Ärzte und Pflegekräfte in Krankenhäusern und Heimen tätig sind, Migrationshintergrund. „In Großbritannien haben nach dem Brexit viele medizinische Fachkräfte das Land verlassen und die schon zuvor nicht besonders gute Behandlung noch verschlechtert.“ Für die im Wahlkampf geforderte Verschärfung der Grenzkontrollen fehlten zudem laut Gewerkschaft der Polizei die Beamten. Wolf kritisierte, dass die extreme Rechten nach einem Anschlag sofort versuche, die Massen zu mobilisieren, wenn der Attentäter Ausländer sei wie in Aschaffenburg oder Magdeburg. „Aber bitte wo war die Reaktion auf die Amokfahrt in Mannheim mit einem deutschen Fahrer? Jeder Anschlag auf Leib, Leben und Gesundheit oder Wirtschaftsgüter ist verwerflich und muss im Rahmen der bestehenden Gesetze verfolgt werden“, mahnte Wolf.</p><p>Zudem forderte Wolf, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. „Hier sind alle gefordert: Bund, Land, Kommunen, aber auch die Kirchen und deren Siedlungswerke.“ Hier angelegte Geld sei gut investiert. „Die AfD hat bei der jüngsten Bundestagswahl mehr als 20 Prozent der Stimmen auf sich vereint. Ich glaube nicht, dass die Wähler alle dem extremen rechten Spektrum zuzuordnen sind. Aber viele von ihnen sind diejenigen, die sich von den Partien der Mitte nichts mehr erwarten.“ Mit Blick auf die von der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch im Bistum Würzburg (UKAM) für den 8. April angekündigte Vorstellung einer Studie sagte Wolf, er hoffe inständig, „dass wir von allen Fällen schon wissen und wir nicht von neuen Erkenntnissen überrascht werden. Eine Reaktion des Bistums wird notwendig sein, und vielleicht für viele auch schmerzhaft.“ Mit Blick auf die Präventionsschulungen der Diözese sagte Wolf: „Nehmen sie die angebotenen Schulungen wahr und seien sie aufmerksam. Es hilft dem Missbrauch vorzubeugen – und Vorbeugen ist besser als Heilen.“</p><p class="text-right"><i>mh (POW)</i></p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-64140</guid><pubDate>Wed, 12 Mar 2025 10:11:32 +0100</pubDate><title>Frühjahrsvollversammlung des Diözesanrats auf dem Volkersberg</title><link>https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/detail/ansicht/fruehjahrsvollversammlung-des-dioezesanrats-auf-dem-volkersberg-1/</link><description>Volkersberg (POW) Das Aktualisieren der Gremiensatzungen ist eines der Themen bei der Frühjahrsvollversammlung des Diözesanrats der Katholiken von Freitag, 14., bis Sonntag, 16. März.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem Volkersberg in der Rhön geht es außerdem um Abschlussberichte der Projektgruppen zur „Pastoral der Zukunft“, beispielsweise zu Partizipativer Leitung, Immobilienkategorisierung oder Pastoralen Standards. Bischof Dr. Franz Jung wird sein Wort an die Versammlung richten und Diözesanratsvorsitzender Dr. Michael Wolf seinen Bericht zur Lage halten. Zudem gibt Eberhard Schellenberger eine multimediale Präsentation aus seinem Buch „Deckname Antenne“.</p><p class="text-right"><em>POW</em></p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-63842</guid><pubDate>Fri, 21 Feb 2025 12:35:46 +0100</pubDate><title>„Weil Demokratie Haltung braucht“: Aktion auf dem Domvorplatz</title><link>https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/detail/ansicht/weil-demokratie-haltung-braucht-aktion-auf-dem-domvorplatz-1/</link><description>Einen Nachmittag lang haben bei winterlichen Temperaturen das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Würzburg und der Trägerverein des 104. Deutschen Katholikentags Würzburg 2026 am Donnerstag, 20. Februar, auf dem Würzburger Domplatz für eine verantwortungsvolle Haltung zur Demokratie geworben.</description><enclosure url="https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/fileadmin/Bistum_Folgeseiten/Dioezesanrat/0925_0220_Haltung_Demokratie_56199.jpg" length="180296" type="image/jpeg" /><content:encoded><![CDATA[<p>Beteiligt waren unter anderem Bischof Dr. Franz Jung, Diözesanratsvorsitzender Dr. Michael Wolf sowie Marc Frings, Generalsekretär des ZdK. Ähnliche Veranstaltungen gab es im Vorfeld der Bundestagswahl laut Frings unter anderem in Osnabrück, Freiburg, Münster und Leipzig. Auf die Besucherinnen und Besucher in der Würzburger Innenstadt warteten inhaltliche Impulse in Gesprächen mit Professorin Dr. Michelle Becka, Inhaberin der Würzburger Professur für Christliche Sozialethik, und Kabarettistin Birgit Süß. Außerdem gab es Straßenmusik. Passanten waren unter anderem eingeladen, auf Zettel zu schreiben, was sie persönlich für die Demokratie für zentral erachten. Die Aktion endete gegen 17 Uhr mit einer Andacht und dem Segen.</p><p class="text-right"><em>mh (POW)</em></p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-63731</guid><pubDate>Fri, 14 Feb 2025 11:40:00 +0100</pubDate><title>Wir reden mit! Weil Demokratie Haltung braucht.</title><link>https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/detail/ansicht/wir-reden-mit-weil-demokratie-haltung-braucht-1/</link><description>Am 20. Februar 2025 sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen, auf dem Domplatz, direkt vor dem Würzburger Dom, ins Gespräch über unsere Demokratie und die anstehende Bundestagswahl zu kommen.</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zwischen 14 und 17 Uhr </strong>erwarten Sie verschiedene inhaltliche Impulse, Mitmachaktionen und Straßenmusik vom Feinsten. Gemeinsam lassen wir ein Netz der Demokratie entstehen und ermutigen dazu, zur Wahl zu gehen. Zum Abschluss um 17 Uhr wird es eine kleine Andacht mit Segen geben.</p><p><i>Gemeinsame Straßenaktion des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Würzburg und des 104. Katholikentags Würzburg 2026 e.V.</i></p><p class="text-right"><em>Cosima Jagow-Duda, ZdK</em></p>]]></content:encoded></item><item><guid isPermaLink="false">news-63386</guid><pubDate>Wed, 29 Jan 2025 11:36:00 +0100</pubDate><title>Statement des Diözesanratsvorsitzenden</title><link>https://dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de/aktuelles/detail/ansicht/statement-dioezesanratsvorsitzender/</link><description>Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich darf aus Sicht des Diözesanrats einen kurzen Blick auf die notwendigen Aufgaben dieses Jahres werfen.</description><content:encoded><![CDATA[<p><span style="border:none; display:inline-block; padding:0cm"><strong>1. 50 Jahre Würzburger Synode</strong></span><br />Wir feiern in diesem Jahr mehrere kirchliche Jubiläen: Heiliges Jahr, 60 Jahre 2. Vatikanisches Konzil und am 23. November 1975 – also vor 50 Jahren – endete die Würzburger Synode. Diese hatte als Ziel die Beschlüsse des 2. Vatikanischen Konzils für die deutschen Bistümer umzusetzen. Wegweisende Ergebnisse dieser Synode waren unter anderem Beschlüsse zur „Beteiligung der Laien an der Verkündigung“ – einem Papier, das zu viel Diskussion in Deutschland aber auch zwischen Deutschland und Rom geführt hat. Noch heute sind Punkte der Würzburger Synode zwischen Rom und Deutschland ungeklärt, sie sind wohl im vatikanischen Giftschrank gut verwahrt. Es gilt für uns, diese zumindest in Teilen in diesem Jubiläumsjahr zu sichten und mit den Beschlüssen des Synodalen Wegs, wo möglich, in Relation zu setzen. Auch wenn sie schon 50 Jahre alt sind, gibt es für uns Interessantes zu entdecken, waren die meisten von uns doch noch Kinder oder vielleicht auch noch gar nicht geboren, als diese Beschlüsse niedergeschrieben wurden.</p><p>Ein Ergebnis der Würzburger Synode sind die Laienräte in Deutschland, in denen sich das nicht-geweihte Kirchenvolk auf Ebene der Pfarrei bis hin zur Diözese organisiert hat. Von daher sind die Ergebnisse der Würzburger Synode für jeden – damit auch für unseren – Diözesanrat von größtem Interesse. Der Diözesanrat wird sich in der Herbstvollversammlung mit diesem Thema befassen.</p><p><span style="border:none; display:inline-block; padding:0cm"><strong>2. Anpassung der Rätesatzungen</strong></span><br />2022 wurden nach Abschluss des Umstrukturierungsprozesses im Bistum die Satzungen der Räte angepasst bzw. neu erstellt, um sowohl den neuen Strukturen als auch der Situation der freiwillig Engagierten in den Gemeinden und Räumen Rechnung zu tragen. Damals wurde festgelegt, dass diese Satzungen auf Basis der Erfahrungen angepasst werden können und müssen. Im ersten Halbjahr 2025 ist dies ein Schwerpunkt der Diözesanratsarbeit. Aktuell erarbeitet eine Arbeitsgruppe die Satzungsänderungen für die Gemeindeteams, die gemeinsamen Pfarrgemeinderäte, die Räte im jeweiligen Raum und den Diözesanrat. Hier werden die Erkenntnisse aus der laufenden Sitzungsperiode in verbindliche Regeln überführt. Ziel war und ist, flexible Vereinbarungen für die Wahl und die Arbeit der Räte zu erreichen und sowohl die Vergleichbarkeit der Strukturen als auch die demokratische Legitimation im Bistum sicherzustellen. Insbesondere wird den unterschiedlichen Arbeitsweisen in den Pastoralen Räumen Rechnung getragen. Das Dekanat als zusätzliches Strukturelement, das außerhalb der Linie angesiedelt ist, wird im 2. Halbjahr ein Thema sein. Zunächst muss die Vollversammlung im März dieses Jahres die erarbeiteten Änderungen prüfen und genehmigen, bevor sie durch den Bischof in Kraft gesetzt werden können.</p><p><span style="border:none; display:inline-block; padding:0cm"><strong>3. Strategie und Standards</strong></span><br />Neben diesen strukturellen Arbeiten richtet sich der Blick des Diözesanrats auch auf die Umsetzung der Diözesanstrategie. Im letzten Jahr wurden die Arbeiten zum eigentlichen Strategiepapier abgeschlossen, das Papier auf einem Diözesanforum diskutiert und anschließend veröffentlicht. Die Arbeiten zur Umsetzung und insbesondere die Implementierung der operativen Prozesse unter den Vorgaben der Strategie sind natürlich noch nicht abgeschlossen. Diese Arbeiten werden vom Diözesanrat begleitet. Wesentlich in diesem Zusammenhang sind die Pastoralen Standards, die eine gemeinsame Handlungsbasis für Dienste im Bistum darstellen. Sie sollen die Prozesse innerhalb eines definierten Rahmens vereinheitlichen, ohne eine Gleichheit zu erzwingen, die schon rein strukturell in unserem Bistum mit seinen städtischen und ländlichen Strukturen nicht sinnvoll möglich ist. Hier sind die Arbeiten noch nicht abgeschlossen und es sind noch weitere Standards zu erstellen. Alle Standards werden durch die Gremien – darunter auch der Diözesanrat – diskutiert und votiert. Hier wird sich der Diözesanrat auch weiterhin konstruktiv beteiligen, um die Sichtweise der Basis bestmöglich einzubringen.</p><p><span style="border:none; display:inline-block; padding:0cm"><strong>4. Synodaler Weg</strong></span><br />Ein weiterer Aspekt, der in diesem und auch in den folgenden Jahren von hoher Relevanz für das Bistum sein wird, ist die Frage nach der Umsetzung der Ergebnisse des Synodalen Wegs. Bischof Franz Jung ist Mitglied in der Kommission II - &quot;Evaluation und Monitoring der Umsetzung der Beschlüsse des Synodalen Weges&quot; und wir sind gespannt auf die Ergebnisse dieser Evaluation und insbesondere der daraus gezogenen Schlussfolgerungen. Hier gilt es als Konsequenz aus den überregionalen Ergebnissen eine gute Lösung für das Bistum Würzburg zu erarbeiten.</p><p>Bischof Franz Jung hat für unsere Diözese den Diözesanpastoralrat als kirchenrechtlich verfasstes Gremium zur Umgestaltung als synodales Gremium ins Auge gefasst. Die aktuelle Zusammensetzung und das fortschreitende Wachstum werden analysiert und Strukturänderungen im Sinne eines synodalen Gremiums vorgeschlagen. Aktuell laufen erste Diskussionen über eine mögliche Größe und Zusammensetzung, noch nicht aber über die Aufgaben bzw. Rechte. Der Diözesanrat unterstützt diese Überlegungen und wird sich über seine Vertreter im Diözesanpastoralrat intensiv mit einbringen, um eine möglichst optimale Lösung für unser Bistum sicherzustellen.</p><p><span style="border:none; display:inline-block; padding:0cm"><strong>5. AG Sakramentenspendung</strong></span><br />In der Herbstvollversammlung des Diözesanrats wurde ein Initiativantrag angenommen, der die Bistumsleitung auffordert, eine Arbeitsgruppe zum Thema „Sakramentenspendung durch Laien“ einzurichten. Die Diözesanleitung hat diesem Wunsch entsprochen und eine von Seiten des Bistums hochrangig besetzte Arbeitsgruppe eingerichtet in der auch 4 Diözesanratsmitglieder arbeiten. Hierfür bedanken wir uns. Ich möchte an dieser Stelle auch generell auf die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Diözesanleitung und Diözesanrat hinweisen.</p><p>Der Zeitplan der Arbeitsgruppe reicht bis ins erste Quartal 2026, um noch vor dem Katholikentag – zu dem ich noch komme – einen Abschluss zu erreichen, der die Grundlage für eventuelle Maßnahmen sein kann.</p><p>Lassen Sie mich noch zu drei weiteren, abschließenden Punkten Stellung nehmen.</p><p><span style="border:none; display:inline-block; padding:0cm"><strong>6. Katholikentag</strong></span><br />Würzburg ist der Gastgeber des Katholikentags 2026. Aktuell laufen die Arbeiten, um den organisatorischen Rahmen und die inhaltliche Arbeit festzulegen. Die Arbeitsgruppen und Arbeitskreise konstituieren sich. Dabei wird von Seiten des ZdK auf bewährte Strukturen und Prozesse zurückgegriffen.</p><p>Für den Diözesanrat gewöhnungsbedürftig ist die Arbeitsweise und die Möglichkeit der Einflussnahme: Würzburg ist nur Gastgeber, nicht aber der Ausrichter. Trotzdem ist die Zusammenarbeit zwischen Bistum und dem Katholikentagsbüro gut, wenn auch nicht alle Entscheidungen vom Diözesanrat nachvollziehbar sind. Trotzdem sehen wir voller Vorfreude dem kommenden Katholikentag entgegen und hoffen auf rege Beteiligung des Bistums.</p><p><span style="border:none; display:inline-block; padding:0cm"><strong>7. Missbrauch</strong></span><br />Vor dem Katholikentag 2026 erwarten wir noch die Veröffentlichung der Missbrauchsstudie durch die UKAM. Der Diözesanrat wird sich mit diesem Dokument und den ggf. daraus resultierenden Maßnahmen – falls solche notwendig sein sollten – befassen und auseinandersetzen. Wir erwarten hier, dass die Transparenz und der Eifer in der Aufklärung der Sachverhalte auch in Zukunft nicht nachlassen werden.</p><p><span style="border:none; display:inline-block; padding:0cm"><strong>8. Aschaffenburg</strong></span><br />Zum Schluss möchte ich noch kurz auf den Angriff auf eine Kindergartengruppe in Aschaffenburg in der letzten Woche eingehen. Wir – und da spreche ich für alle Mitglieder des Diözesanrats mit denen ich seit dem Angriff in der letzten Woche gesprochen habe – stehen dem Ereignis fassungslos und erschrocken gegenüber. Der Schmerz über den Tod eines Kindes und eines Helfers mit Zivilcourage sowie mehrerer Verletzter ist gut zu verstehen. Trotzdem gilt es den Zusammenhalt der Bevölkerung zu suchen. Spaltungsbemühungen – hier „wir“ und dort „die“ – müssen bekämpft werden. Sicherlich gab es Versagen, was den Umgang mit dem Täter im Vorfeld angeht. Das ist angesichts zweier verlorener Leben unverzeihlich. Aber das politische hin und her sowie gegenseitige Schuldzuweisungen helfen nicht weiter.</p><p>Was notwendig ist, ist ein Zusammenstehen: Aschaffenburg hat gezeigt, wie das funktionieren kann. Viel weniger Teilnehmer waren bei Hetze und Aufwiegelung zu sehen als bei den friedlichen Trauerversammlungen.</p><p class="text-right"><em><span style="border:none; display:inline-block; padding:0cm">Dr. Michael Wolf, 29.01.2025</span></em></p>]]></content:encoded></item></channel></rss>