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Aufarbeitung und Transparenz sind unerlässlich

Das Ziel der deutschen Bischöfe sei es laut Bischof Stephan Ackermann „Klarheit und Transparenz über diese dunkle Seiten in unserer Kirche“ zu schaffen. Dem könne man nur zustimmen und dafür sei es höchste Zeit gewesen, so Diözesanratsvorsitzender Büttner. Als unerlässlich bezeichnet er die weitere Aufarbeitung der Missbrauchsvorfälle und -vorwürfe.

Transparenz und Offenheit brauche es jetzt und in der Zukunft, um Glaubwürdigkeit und eine Vertrauensbasis bei den Kirchenmitgliedern und in der Öffentlichkeit neu aufbauen zu können. Denn viel zu lange und zu oft seien in der Vergangenheit die Geschehnisse und Verbrechen verschwiegen worden, um die Institution Kirche und ihre Amtsträger zu schützen. „Auch wenn sich Vieles in den letzten Jahren gebessert hat, ist bei vielen Gläubigen das Vertrauen gegenüber der Katholischen Kirche noch nicht wieder
hergestellt“, so Büttner.

Dankbar zeigt sich Büttner für die Veröffentlichung der Studie und wünscht sich weitere Schritte, die seiner Ansicht nach nötig seien „damit solche Gräueltaten nie wieder vorkommen“. „Die kirchlichen, hierarchischen Strukturen, sind kein zukunftsfähiges und mehrheitsfähiges System und auf lange Sicht nicht mehr tragbar.“ Sexueller Missbrauch sei vor allem auch durch einen massiven Machtmissbrauch in kirchlichen Strukturen ermöglicht, zum Teil gefördert und noch dazu vertuscht worden. „Um Kirche für die Menschen zu sein, reicht es nicht aus darüber zu sprechen, vielmehr sind auch schmerzvolle Konsequenzen zu ziehen und den Worten müssten Taten folgen“, so Büttner weiter. Bei der Beantwortung der von den Autoren der Studie aufgeworfenen Fragen müssten neben Bischöfen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kirche und der Caritas unbedingt auch Missbrauchsopfer, Fachleute von außen und Vertreterinnen und Vertreter des gesamten Volke Gottes beteiligt sein. Denn eine echte Beteiligung des Volke Gottes sei Teil einer hilfreichen Strukturänderung, um im Sinne von Papst Franziskus, den Klerikalismus und den damit einhergehenden Machtmissbrauch in der Kirche zu überwinden. „Auch muss über Alternativen in der Pastoral und Seelsorge wie z. B. in Form von „viri probati“ oder noch besser „homines probati“ nachgedacht werden, die bei den Gläubigen ohne Zweifel über allem Maße anerkannt wären“, so der
Diözesanratsvorsitzende weiter.

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